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Bundesnetzagentur macht Weg frei – Italo darf in den deutschen Fernverkehr einsteigen

Die Bundesnetzagentur macht den Weg frei – der italienische Anbieter Italo darf in den deutschen Fernverkehr einsteigen. Die Bahn muss Trassen abgeben.

Doppelstockzug im Bahnhof Hannover mit Reisenden auf dem Bahnsteig.
Foto: Andre / Pexels

Bonn. Die Bundesnetzagentur hat den Weg für den Markteintritt des italienischen Hochgeschwindigkeitsanbieters Italo in Deutschland freigemacht. Die Behörde verpflichtet die Bahn-Infrastrukturtochter DB InfraGO, auf hochbelasteten Fernverkehrsstrecken einen festen Anteil der Trassen für Wettbewerber freizuhalten.

Konkret darf die InfraGO auf kapazitätsbeschränkten Abschnitten künftig nur noch 60 bis 75 Prozent der verfügbaren Kapazitäten an ein einziges Unternehmen vergeben – zwischen einem Viertel und gut einem Drittel bleibt damit der Konkurrenz vorbehalten. Bislang beherrscht die Deutsche Bahn rund 95 Prozent des deutschen Fernverkehrs.

Italo will nach eigenen Angaben im Frühjahr 2028 starten, rund 3,6 Milliarden Euro investieren und mit etwa 30 Hochgeschwindigkeitszügen 56 tägliche Verbindungen anbieten – unter anderem auf den Achsen München–Frankfurt–Köln–Dortmund sowie München–Berlin. Die Fahrpreise sollen im Schnitt rund 20 Prozent unter denen der Deutschen Bahn liegen.

Ausgelöst hatte das Verfahren eine Beschwerde von Italo gegen die Vergabepraxis der DB InfraGO. Behördenchef Klaus Müller erklärte, man stärke den Wettbewerb im Fernverkehr; für Bahnkunden bedeute das bessere Qualität und niedrigere Preise. Die DB InfraGO hatte im Verfahren vor Risiken für die Anbindung der Fläche gewarnt.

Ein ausführlicher Bericht folgt.

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