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NeuwiedFM

Einbruch in Werkzeugbaufirma: Täter erbeuten Material für über 70.000 Euro

Werkzeuge und Rohmaterial im Wert eines Mittelklassewagens: In der Nacht von Freitag auf Samstag brachen Unbekannte in eine Werkzeugbaufirma in der Krugbäckerstraße ein. Für den Abtransport brauchte es ein größeres Fahrzeug und mehrere Täter. Die Polizei sucht Zeugen – und Betriebe können aus dem Fall etwas mitnehmen.

Drei Personen mit Masken, die einen Zaun erklimmen, was in Schwarz-Weiß auf Eindringen hinweist.
Foto: Evan Velez Saxer / Pexels

Ransbach-Baumbach. In der Nacht von Freitag auf Samstag sind Unbekannte in eine Werkzeugbaufirma in der Krugbäckerstraße eingebrochen. Sie entwendeten eine Vielzahl von Werkzeugen und Rohmaterial. Der Schaden liegt nach Angaben der Polizei bei über 70.000 Euro. Die Ermittler gehen von mehreren Tätern aus.

Was bekannt ist

Die Tat ereignete sich nach Angaben der Polizeidirektion Montabaur zwischen Freitag, 9. Oktober, und Samstag, 10. Oktober.

Die Täter drangen in das Firmengebäude ein und nahmen Werkzeuge und Rohmaterial mit. Der Umfang der Beute lässt Rückschlüsse auf die Täter zu: Für den Abtransport war nach Einschätzung der Polizei ein größeres Fahrzeug nötig – und mehr als eine Person.

Das spricht gegen einen Gelegenheitseinbruch. Wer in einer Nacht Material im Wert eines Mittelklassewagens abtransportiert, kommt vorbereitet.

Hinweise

Zeugen, die in der Nacht von Freitag auf Samstag im Bereich der Krugbäckerstraße verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Interessant sind vor allem Beobachtungen zu Fahrzeugen: ein größerer Transporter oder Lkw, der dort sonst nicht steht, Personen, die nachts Material verladen, oder ein auffälliges Kennzeichen.

Was Betriebe daraus mitnehmen können

Werkzeug- und Materialdiebstähle bei Handwerks- und Produktionsbetrieben treffen oft genau solche Firmen: abseits der Wohnbebauung gelegen, nachts menschenleer, und mit Waren, die sich ohne Umwege weiterverkaufen lassen.

Was nach Erfahrung von Polizei und Versicherern hilft:

  • Maschinen und hochwertige Werkzeuge mit Seriennummern erfassen und diese Liste außerhalb des Betriebs aufbewahren. Ohne Nummern lässt sich Diebesgut praktisch nicht zuordnen, selbst wenn es sichergestellt wird.

  • Gravuren oder Markierungen anbringen. Sie senken den Wiederverkaufswert und erhöhen das Risiko für die Täter.

  • Bewegungsmelder und Beleuchtung an Laderampen und Nebeneingängen.

  • Keine Werkzeuge über Nacht in Fahrzeugen lassen – Firmentransporter sind ein eigenes beliebtes Ziel.

Und ein Punkt, der die Allgemeinheit betrifft: Wer in den kommenden Wochen gebrauchte Markenwerkzeuge ungewöhnlich günstig und ohne Rechnung angeboten bekommt, sollte das der Polizei melden. Der Ankauf von Diebesgut ist als Hehlerei strafbar.

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