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On Air Montag, 24. August 2026 --:--

Falscher Spendensammler in Neuwied unterwegs – Polizei sucht Zeugen

Ein Mann sammelte auf einem Parkplatz in Neuwied für einen Verband, den es nicht gibt. Die Polizei sucht Zeugen – und erklärt, woran man echte Sammler erkennt.

Fahndung Spendenbetrug
Foto: Apple Maps

Neuwied. Auf dem Parkplatz des DM- und Kik-Marktes in der Allensteiner Straße hat ein Mann Spenden für einen Verband gesammelt, den es offenbar gar nicht gibt. Die Polizei nahm ihn am Donnerstagnachmittag auf – und sucht nun Zeugen. Vor allem eine Frau, die mit dem Mann gesprochen hat.

Was passiert ist

Gegen 16 Uhr ging bei der Polizei der Hinweis auf einen verdächtigen Spendensammler ein. Erkennungsmerkmal: das typische Klemmbrett.

Eine Streifenwagenbesatzung traf den Mann an. Bei der Aufnahme des Sachverhalts stellte sich heraus, dass er Spenden für den "Landesverband für Behinderte und Taubstumme Kinder" gesammelt hatte – einen Verband, der nach Erkenntnissen der Beamten gar nicht existiert.

Wer sich melden soll

Beobachtet wurde, dass mindestens eine Frau mit dem Mann im Austausch stand. Sie und weitere Zeugen bittet die Polizei, sich zu melden.

Wer Angaben machen kann, wendet sich an die Polizeiinspektion Neuwied unter 02631 878-0.

Woran Sie echte Sammler erkennen

Die Polizei rät bei solchen Begegnungen zu gesundem Misstrauen – und nennt ein einfaches Erkennungsmerkmal:

Seriöse Spendensammler haben einen offiziellen Sammlerausweis. Lassen Sie sich das Dokument zeigen. Wer keinen vorweisen kann oder ausweichend reagiert, ist verdächtig.

Weitere Hinweise, die stutzig machen sollten: Druck zur sofortigen Entscheidung, Bargeldforderungen ohne Quittung, ausweichende Antworten auf Nachfragen zum Verein.

Im Zweifel gilt: nicht spenden, sondern die Polizei verständigen. Wer eine Organisation unterstützen will, kann das jederzeit später und auf gesichertem Weg tun.

Warum die Masche funktioniert

Der Trick zielt auf Hilfsbereitschaft. Namen wie der hier verwendete klingen seriös und lösen Mitgefühl aus – gerade wenn Kinder oder Menschen mit Behinderung genannt werden.

Dazu kommt die Situation: Wer auf einem Parkplatz angesprochen wird, hat es eilig und will die Sache schnell hinter sich bringen. Genau darauf setzen die Täter.

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