Gabelstapler erfasst Passantin auf dem Luisenplatz – Frau mit Kopfverletzungen im Krankenhaus
Neuwied. Mitten in der Fußgängerzone ist am Montagvormittag eine Frau von einem Gabelstapler umgestoßen worden. Sie verletzte sich am Kopf und kam ins Krankenhaus. Als die Polizei eintraf, musste sie zunächst Schaulustige wegschicken.
Was passiert ist
Gegen 10.20 Uhr fanden im Bereich des Luisenplatzes Arbeiten mit einem Gabelstapler statt. Dabei kam es zum Zusammenstoß mit einer Passantin.
Die Frau wurde von dem Fahrzeug umgestoßen und verletzte sich beim Sturz am Kopf. Rettungskräfte brachten sie in ein nahegelegenes Krankenhaus.
Zur Ursache sagte ein Polizeisprecher, die Frau sei von dem Gabelstapler übersehen worden.
Wie schwer die Verletzungen sind, teilte die Polizei nicht mit.
Schaulustige am Unfallort
Beim Eintreffen der Beamten standen mehrere Passanten in unmittelbarer Nähe, um sich das Geschehen anzusehen. Die Polizei forderte sie zunächst auf, den Bereich zu verlassen.
Das ist kein Detail am Rande: Wer an Unfallstellen stehen bleibt, behindert die Versorgung von Verletzten. Und wer filmt oder fotografiert, riskiert ein Strafverfahren – Aufnahmen von hilflosen Personen sind nach dem Strafgesetzbuch verboten.
Warum Arbeitsmaschinen in Fußgängerzonen heikel sind
Gabelstapler haben einen erheblichen toten Winkel. Die Last auf der Gabel versperrt oft die Sicht nach vorne, beim Rückwärtsfahren ist der Blick ohnehin eingeschränkt.
Auf abgesperrten Betriebsgeländen ist das beherrschbar. In einer belebten Fußgängerzone, wo Menschen unerwartet queren, mit dem Handy beschäftigt sind oder Kinderwagen schieben, steigt das Risiko deutlich.
Für Passanten gilt deshalb: Bei Lieferverkehr und Arbeitsfahrzeugen in der Fußgängerzone Abstand halten und Blickkontakt mit dem Fahrer suchen, bevor man vorbeigeht.