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On Air Samstag, 26. September 2026 --:--

Kabelbrand legt Mainzer Uniklinik lahm – keine neuen Patienten aufgenommen

Amtliche Warnung für Mainz: Nach einem Kabelbrand nimmt die Uniklinik keine neuen Patienten auf. Wer medizinische Hilfe braucht, soll andere Häuser anfahren.

Schwarzweißbild einer modernen Gebäudefassade in Jönköping, Schweden.
Foto: Damir K / Pexels

Mainz. Ein Kabelbrand hat am Samstagnachmittag in der Universitätsmedizin Mainz einen Stromausfall ausgelöst. Kurzzeitig war das gesamte Gelände ohne Strom, die Klinik lief auf Notstrom. Neue Patienten werden vorerst nicht aufgenommen – auch nicht in der zentralen Notaufnahme. Die Versorgung der vorhandenen Patienten ist nach Angaben der Feuerwehr nicht gefährdet.

Was passiert ist

Der Brand brach am späten Nachmittag in einem Gebäude aus und konnte schnell gelöscht werden. Er reichte aber aus, um die Stromversorgung des gesamten Geländes lahmzulegen.

Inzwischen sind die meisten Gebäude wieder an die normale Stromversorgung angeschlossen.

Im Einsatz sind rund 80 Kräfte. Die Feuerwehr Mainz erhöhte ihre Führungsorganisation auf die zweithöchste Stufe, der Krisenstab der Universitätsmedizin nahm die Arbeit auf.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz gab eine Warnmeldung heraus.

Die amtliche Warnung

Die Integrierte Leitstelle Mainz hat um 19.54 Uhr eine Gefahreninformation über das Warnsystem des Bundes herausgegeben. Sie gilt weiterhin.

Darin heißt es, die Versorgung der Patienten sei durch Notstrom und Umschaltungen sichergestellt. Neue Patienten könnten derzeit nicht aufgenommen werden.

Die Handlungsempfehlung ist eindeutig: Wer medizinische Beschwerden hat, soll die Universitätsklinik vorübergehend nicht anfahren. Ausweichen sollen Betroffene auf das Marienhaus Klinikum Mainz oder auf Krankenhäuser in anderen Städten und Landkreisen.

Die Behörden kündigten an zu informieren, sobald die Gefahr vorüber ist.

Die Folgen für Patienten

Vorsorglich nimmt die Klinik derzeit keine neuen Patienten auf. Das betrifft auch die zentrale Notaufnahme – Rettungsdienste müssen andere Häuser anfahren.

Zwei Schwangere wurden vorsorglich in ein anderes Krankenhaus gebracht.

Als Reserve steht die Schnelleinsatzgruppe Sanität mit Ärzten, Rettungssanitätern und technischem Gerät an der Mewa-Arena bereit. Von dort wäre sie binnen Minuten an der Klinik, falls weitere Patienten verlegt werden müssen.

Warum das über Mainz hinausgeht

Die Universitätsmedizin ist das größte Krankenhaus in Rheinland-Pfalz. Rund 9.000 Menschen arbeiten dort, jährlich werden etwa 395.000 Patienten ambulant und stationär versorgt.

Als Haus der Maximalversorgung nimmt die Klinik auch Fälle aus dem ganzen Land auf – etwa bei schweren Verletzungen oder seltenen Erkrankungen, die kleinere Häuser nicht behandeln können.

Fällt ein solcher Standort aus, verschiebt sich die Last auf die umliegenden Krankenhäuser.

Wenn eine Klinik auf Notstrom geht

Krankenhäuser sind für solche Fälle ausgerüstet: Netzersatzanlagen springen binnen Sekunden an, kritische Bereiche wie Operationssäle und Intensivstationen sind zusätzlich über unterbrechungsfreie Stromversorgungen abgesichert.

Trotzdem gilt Notstrom als Ausnahmezustand. Nicht jedes Gerät hängt an der Notversorgung, und je länger der Betrieb dauert, desto größer wird das Risiko. Deshalb werden in solchen Lagen Neuaufnahmen gestoppt, bevor etwas passiert – nicht erst danach.

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