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Korruptionsverdacht: Polizei durchsucht JVA Rheinbach und mehrere Wohnungen

Wegen des Verdachts auf Bestechlichkeit und Drogenschmuggel hat die Polizei Bonn am Dienstagmorgen die Justizvollzugsanstalt Rheinbach sowie zehn Privatwohnungen durchsucht.

Justiz
Foto: KI-Generiert

Rheinbach. Wegen des Verdachts auf Bestechlichkeit und Drogenschmuggel hat die Polizei Bonn am Dienstagmorgen die Justizvollzugsanstalt Rheinbach sowie zehn Privatwohnungen durchsucht. Der Einsatz begann gegen 7.30 Uhr.

Die Staatsanwaltschaft Bonn ermittelt gegen insgesamt zehn Beschuldigte, darunter acht Bedienstete der JVA Rheinbach. Sie sollen gegen Bezahlung verbotene Gegenstände wie Mobiltelefone und Drogen in das Gefängnis geschmuggelt und anschließend an Häftlinge übergeben haben.

Nach bisherigen Erkenntnissen sollen Angehörige oder Freunde der Gefangenen den Justizbediensteten sowohl die Schmuggelware als auch das Geld übergeben haben. Bei den Durchsuchungen kamen auch Spürhunde zum Einsatz.

In der JVA Rheinbach sind überwiegend männliche Gefangene im geschlossenen Vollzug untergebracht. Die Einrichtung verfügt zudem über eine spezielle Abteilung für Inhaftierte über 60 Jahre.

Bereits im Mai hatte es Ermittlungen wegen eines ähnlichen Korruptionsverdachts in der JVA Euskirchen gegeben. Dort sollen Justizbedienstete Häftlinge gegen monatliche Zahlungen vor Zellenkontrollen gewarnt und ihnen weitere Vergünstigungen ermöglicht haben.

Zudem sollen Gefangene mithilfe gefälschter Arbeitsadressen in den offenen Vollzug gelangt sein. Die Ermittlungen in beiden Fällen dauern an.

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