Lesung in Neuwied: Hannes Kreschel liest am 20. November im Big House aus "Wutbürger.exe"
Neuwied. Der Aktivist und Politik-Influencer Hannes Kreschel liest am Freitag, 20. November, im Jugendzentrum Big House aus seinem Buch "Wutbürger.exe: Ein Report aus der Rage-Republik". Die Lesung gehört zu den Neuwieder Demokratiewochen und beginnt um 19 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos.
Termin und Anmeldung zur Lesung im Big House
- Wann: Freitag, 20. November, 19 Uhr
- Wo: Jugendzentrum Big House, Museumstraße 4a, Neuwied
- Eintritt: kostenlos
- Anmeldung: erbeten, online auf der Webseite der vhs Neuwied, per E-Mail an anmeldung@vhs-neuwied.de oder telefonisch unter 02631/802 5510
Die Anmeldung wird aus organisatorischen Gründen erbeten.
Worum es in "Wutbürger.exe" geht
Kreschel geht der Frage nach, warum die Wut auf demokratische Institutionen bei vielen Menschen wächst und wie die zunehmende Radikalisierung die Gesellschaft auseinandertreibt. Im Mittelpunkt des Buches stehen Gespräche mit Menschen, die sich aus unterschiedlichen Gründen vom gesellschaftlichen Konsens abgewendet haben.
Als Motive nennt der Autor unter anderem die Angst vor dem sozialen Abstieg, Enttäuschung über politische Entscheidungen, das Gefühl, nicht gehört zu werden, sowie den Einfluss von Desinformation und Verschwörungstheorien. Kreschel sagt, er begegne seinen Gesprächspartnern nicht vorverurteilend, sondern wolle verstehen, welche Prozesse sie an den politischen Rand gebracht haben.
Seine Erkenntnisse stützen sich nach eigener Darstellung nicht nur auf eine gesellschaftliche Analyse, sondern auch auf persönliche Erfahrungen. Kreschel wuchs in Ostdeutschland auf und erlebte in seinem Umfeld, wie sich Menschen radikalisierten, darunter sein Vater, den er als jemanden beschreibt, der "quer denkt". Politik zu meiden, ist für ihn trotzdem keine Option.
Gespräch mit dem Autor im Anschluss
Nach der Lesung können Besucherinnen und Besucher mit Kreschel ins Gespräch kommen und eigene Perspektiven und Erfahrungen einbringen. Kreschel erreicht mit seinen Videos auf YouTube, TikTok und Instagram nach Angaben der Stadt hunderttausende Menschen.
Organisiert wird die Veranstaltung von der Volkshochschule Neuwied "Die Brücke" und dem Neuwieder Kinder- und Jugendbüro (KiJub). Finanziert wird sie über die Schwerpunktförderung für Maßnahmen der politischen Bildung des Ministeriums für Wissenschaft, Weiterbildung und Gesundheit Rheinland-Pfalz.