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Nach 25 Jahren Backstube: Bäckerei Geisen eröffnet Filiale in Heimbach-Weis

25 Jahre lang hat die Bäckerei Geisen in Heimbach-Weis gebacken – verkauft wurde woanders. Jetzt hat sie dort ihre 13. Filiale eröffnet, mit Café und Terrasse.

Bäckerei Geisen eröffnet neue Filiale in Heimbach-Weis
Foto: Christian Balthasar

Neuwied. Seit einem Vierteljahrhundert wird in Heimbach-Weis für die Bäckerei Geisen gebacken – verkauft wurde die Ware bislang aber woanders. Das ändert sich jetzt: In der Engersgaustraße hat das Familienunternehmen seine 13. Filiale eröffnet, mit Café und Terrasse. Sie soll auch ein Treffpunkt für den Stadtteil werden.

Wo früher Teppiche lagen

Entstanden ist die Bäckerei in den Räumen eines früheren Bodenbelag-Geschäfts. Neben dem klimatisierten Innenbereich gibt es eine Terrasse, Parkplätze liegen direkt vor der Tür.

Die Lage an einer der Einfallstraßen nach Heimbach-Weis macht die Filiale gut erreichbar. Geöffnet ist auch am Wochenende: samstags bis 12.30 Uhr, sonntags bis 11 Uhr.

“Seit 25 Jahren produzieren wir hier”

Für die Familie schließt sich damit ein Kreis. “Seit 25 Jahren produzieren wir hier – jetzt können wir unsere Backwaren auch direkt hier verkaufen und Gäste empfangen”, sagt Wolfgang Geisen. “Für uns ist das ein schöner nächster Schritt an einem Standort, mit dem wir uns schon lange verbunden fühlen.”

Bei der Eröffnung gratulierten Oberbürgermeister Jan Einig, Ortsvorsteher Markus Blank und Wirtschaftsförderin Alexandra Rünz.

Die Familiengeschichte

Angefangen hat alles 1963: Erich und Renate Geisen eröffneten ihre erste Bäckerei in Bendorf. Später wurde der Ringmarkt in Neuwied zum Stammhaus.

Seit 2000 führen Sohn Wolfgang Geisen, seine Frau Ingrid und seine Schwester Gaby Mangner den Betrieb. Auch Senior Erich Geisen war bei der Eröffnung dabei.

Wie gebacken wird

Wolfgang Geisen ist Bäckermeister und Bäckereitechniker – und legt Wert darauf, dass man das schmeckt.

In der Backstube kommen keine fertigen Backmischungen zum Einsatz. Teige und Sauerteige bekommen Zeit zum Reifen. Pudding und Füllungen werden selbst gekocht. Wo andere Milchpulver verwenden könnten, wird Vollmilch verarbeitet. Mehle und Eier stammen aus der Region.

Eine Spezialität des Hauses sind Dinkelprodukte.

Als es in Heimbach-Weis 28 Kneipen gab

Ein Detail aus der Mitteilung ist bemerkenswert: Früher gab es in Heimbach-Weis 28 Kneipen und dazu mehrere Straußwirtschaften.

Die meisten davon existieren nicht mehr. Damit sind auch Orte verschwunden, an denen man sich ohne Verabredung traf.

Genau hier sieht die Stadt eine Chance. “Solche Orte sind für einen Stadtteil wichtig. Sie sichern nicht nur ein Angebot vor Ort, sondern schaffen auch Gelegenheiten, bei denen Menschen zusammenkommen”, sagt Oberbürgermeister Einig.

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