Flucht vor Polizeikontrolle endet im Unfall: Fahrer ohne Führerschein und unter Drogen
Neuwied/Buchholz. Eine Verfolgungsfahrt über rund 20 Kilometer hat in der Nacht zum Freitag mit einem Unfall geendet. Ein 20-Jähriger flüchtete auf der A3 vor einer Verkehrskontrolle und verunglückte schließlich auf der L274 bei Buchholz. Im Wagen saßen fünf Menschen, drei wurden verletzt. Der Fahrer hatte keinen Führerschein und stand unter Drogeneinfluss.
Der Ablauf
Gegen 00.40 Uhr wollte eine Streife den dunklen BMW an der Anschlussstelle Neuwied kontrollieren – eine allgemeine Verkehrskontrolle.
Der Fahrer folgte dem Streifenwagen zunächst bis in den Ausfahrtsbereich. Dann zog er wieder auf die Autobahn und flüchtete in Richtung Köln.
Erst an der Anschlussstelle Bad Honnef/Linz verließ er die A3. Auf der L274 im Bereich Buchholz kam es dann zum Unfall.
Fünf Insassen, drei Verletzte
Im Fahrzeug saßen insgesamt fünf Personen. Drei von ihnen wurden leicht verletzt.
Der 20-jährige Fahrer war nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis und stand nach Angaben der Polizei unter dem Einfluss berauschender Mittel.
Polizei sucht Gefährdete
Die Polizeiautobahnstation Montabaur bittet nun um Hinweise – konkret von Menschen, die während der Verfolgungsfahrt durch den flüchtenden Wagen gefährdet wurden.
Das ist mehr als eine Formalie: Wer bei solchen Fahrten abbremsen oder ausweichen musste, ist Zeuge einer möglichen Straftat. Entsprechende Aussagen können für das Verfahren erheblich sein.
Wer etwas beobachtet hat, meldet sich bei der Polizeiautobahnstation Montabaur.
Was dem Fahrer droht
Auf den 20-Jährigen kommt einiges zu. Fahren ohne Fahrerlaubnis, Fahren unter Drogeneinfluss, dazu möglicherweise gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr oder Straßenverkehrsgefährdung.
Kommen mehrere Delikte zusammen und wurden andere Verkehrsteilnehmer konkret gefährdet, sind Freiheitsstrafen möglich – auch bei einem Ersttäter.