Andernach: Polizei testet Wildunfallzeichen für bessere Nachsuche
Andernach. Die Polizeiinspektion Andernach startet am 1. November 2026 gemeinsam mit der Kreisgruppe Mayen-Koblenz des Landesjagdverbands Rheinland-Pfalz ein neunmonatiges Pilotprojekt. Im Mittelpunkt stehen 30 aufstellbare Wildunfallzeichen, die Unfallstellen besser kenntlich machen sollen. Ziel ist es, verletzte Wildtiere schneller zu finden und unnötiges Tierleid zu vermeiden.
Verletzte Tiere flĂĽchten oft in Wald und Feld
Gerade in den Herbst- und Wintermonaten gehören Wildunfälle zu den typischen Gefahren im Straßenverkehr. Nicht jeder Zusammenstoß endet mit dem sofortigen Tod des Tieres. Häufig flüchten verletzte Tiere in angrenzende Wald- und Feldgebiete, wo sie schwer zu finden sind.
So sollen die Wildunfallzeichen helfen
Die Jägerschaft stellt der Polizei die 30 Zeichen zur Verfügung. Sie markieren die Unfallstelle und erleichtern den zuständigen Jägerinnen und Jägern die Nachsuche. Zugleich soll die Kennzeichnung die Sicherheit der Menschen erhöhen, die im Umfeld der Unfallstelle nach verletztem Wild suchen.
Die Wildunfallzeichen sind ausdrücklich keine neuen amtlichen Verkehrszeichen. Sie richten sich nur an Einsatzkräfte und Jägerschaft. Bestehende Verkehrsregeln ändern sich nicht, für Verkehrsteilnehmende entstehen keine zusätzlichen Pflichten.
Während der Pilotphase wollen Polizei und Jägerschaft gemeinsam auswerten, wie sich die Zeichen im Einsatz bewähren.
Das sollten Autofahrer nach einem Wildunfall tun
Die Polizei gibt für den Ernstfall drei Hinweise:
Die Unfallstelle absichern.
Die Polizei verständigen.
Verletzten Tieren nicht selbst nachgehen.
So lassen sich weitere Gefahren vermeiden und eine fachgerechte Nachsuche wird möglich.