Andernach: Tankstellenräuber weiter flüchtig - Neue Infos
Andernach. Eine Woche nach dem Raubüberfall auf eine Andernacher Tankstelle gibt es neue Informationen zum Stand der Ermittlungen. Auf Anfrage von NeuwiedFM hat sich die Staatsanwaltschaft Koblenz zu dem Fall geäußert. Der Täter ist weiterhin auf freiem Fuß, er war bei der Tat maskiert – und zu den laufenden Ermittlungen halten sich die Behörden bewusst bedeckt.
Über den Überfall selbst hatten wir bereits berichtet: https://neuwiedfm.de/news/andernach-raubueberfall-schusswaffe
Keine Festnahme, aber Ermittlungsansätze
Bislang wurde niemand festgenommen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gibt es aber mehrere Ermittlungsansätze, die derzeit verfolgt werden. Welche das sind, will die Behörde nicht sagen – aus ermittlungstaktischen Gründen.
Das ist bei laufenden Verfahren üblich und kein Zeichen dafür, dass die Ermittler nicht weiterkommen. Im Gegenteil: Der Hintergrund solcher Zurückhaltung ist in der Regel derselbe. Wer weiß, wonach die Polizei sucht, kann sein Verhalten darauf einstellen, Spuren beseitigen oder untertauchen. Informationen, die zu früh öffentlich werden, können eine Fahndung gefährden.
Der Täter trug eine Maske
Neu ist ein Detail zum Tathergang: Der Mann hatte sein Gesicht bei dem Überfall verdeckt. Das erklärt auch, warum es bis heute keine Personenbeschreibung gibt – anders als bei vielen anderen Raubdelikten, bei denen die Polizei früh mit Angaben zu Größe, Statur oder Kleidung an die Öffentlichkeit geht.
Auch zur Kleidung des Täters macht die Staatsanwaltschaft derzeit keine Angaben. Und eine Öffentlichkeitsfahndung – etwa mit Bildern aus einer Überwachungskamera – ist momentan nicht geplant.
Was bisher bekannt ist
Der Überfall ereignete sich am Sonntag, 26. Juli, gegen 22 Uhr in einer Tankstelle im Andernacher Stadtgebiet. Nach Angaben der Polizei bedrohte der Einzeltäter das Personal mit einer Schusswaffe und erlangte so seine Beute. Anschließend flüchtete er.
Noch in der Nacht lief eine großangelegte Fahndung, bei der auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt wurde. Der Täter konnte nicht gefasst werden. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand nach Angaben der Behörden zu keinem Zeitpunkt.
Die Ermittlungen führt die Kriminalinspektion Koblenz. Zeugen, die Hinweise geben können, werden weiterhin gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Andernach unter 02632 921-0 zu melden.
NeuwiedFM steht zu dem Fall im Austausch mit der Staatsanwaltschaft Koblenz und berichtet, sobald es neue Erkenntnisse gibt.