Bad Dürkheim : Tatverdächtiger nach tödlichen Schüssen auf Festival festgenommen
Bad Dürkheim. Nach einem tödlichen Schusswaffenangriff in Bad Dürkheim ist ein 43 Jahre alter Tatverdächtiger auf einem Festival im Hunsrück festgenommen worden. Der Mann sitzt inzwischen in Untersuchungshaft.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Frankenthal und des Polizeipräsidiums Rheinpfalz soll der 43-Jährige am Freitagabend, 31. Juli 2026, gegen 22.30 Uhr einen 41 Jahre alten Mann aus dem Landkreis Bad Kreuznach in einem Mehrfamilienhaus mit einer Schusswaffe tödlich verletzt haben.
Zeugen fanden das schwer verletzte Opfer und alarmierten Polizei und Rettungsdienst. Rettungskräfte leiteten Reanimationsmaßnahmen ein und brachten den Mann in ein Krankenhaus. Dort erlag der 41-Jährige jedoch seinen Verletzungen.
Der Tatverdächtige war noch vor dem Eintreffen der Polizei geflüchtet. Eine sofort eingeleitete Fahndung mit starken Polizeikräften und einem Polizeihubschrauber führte zunächst nicht zu seiner Festnahme.
Festnahme durch Spezialkräfte
Im Zuge der weiteren Ermittlungen erhielten die Behörden Hinweise darauf, dass sich der Gesuchte auf einem Festival im Hunsrück aufhalten könnte. In der Nacht zum Sonntag, 2. August, wurde der 43-Jährige dort gegen 3.30 Uhr von Spezialkräften widerstandslos festgenommen. Die mutmaßliche Tatwaffe hatte er zu diesem Zeitpunkt nicht bei sich.
Zuvor war auf Antrag der Staatsanwaltschaft ein Untersuchungshaftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des Totschlags erlassen worden. Ein Haftrichter setzte diesen am Sonntagabend in Vollzug. Anschließend wurde der Beschuldigte in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
Obduktion bestätigt Schussverletzung
Der Leichnam des Opfers wurde am Montag im Institut für Rechtsmedizin der Universität Mainz obduziert. Nach dem vorläufigen Ergebnis starb der 41-Jährige durch inneres Verbluten infolge einer Schussverletzung in den Oberkörper.
Die Ermittlungen zu den genauen Umständen, den Hintergründen und einem möglichen Motiv dauern an.
Quelle: Staatsanwaltschaft Frankenthal und Polizeipräsidium Rheinpfalz