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Drittes Quartiersmanagement für Neuwied: Stadt plant Ausbau ab 2027

Feste Ansprechpartner im Viertel: Neuwied will sein Quartiersmanagement ausbauen. Neben größeren Gebieten soll ein drittes Quartier entstehen – zwischen Rhein, Schlosspark und Bahnlinie.

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Foto: Stadt Neuwied / Alexandra Heinz

Neuwied. Die Stadt will ihr Quartiersmanagement ab 2027 ausweiten. Die bestehenden Einrichtungen in der südöstlichen Innenstadt und im Raiffeisenring sollen größere Gebiete abdecken, dazu kommt mit "Mitte" ein drittes Quartier. Alle drei sollen künftig bei der Stadt angesiedelt sein. Entscheiden muss noch der Stadtrat.

Was Quartiersmanagement leistet

Wer sich unter dem Begriff wenig vorstellen kann: Es geht um feste Ansprechpartner im Viertel, die Angebote koordinieren, Menschen zusammenbringen und Ideen aus der Nachbarschaft unterstützen.

In der südöstlichen Innenstadt gibt es das seit 2010. Entstanden sind dort unter anderem Beteiligungsprojekte, Deutschkurse sowie Angebote für Kinder und Senioren.

Im Raiffeisenring läuft das Quartiersmanagement seit 2020. Aus der Arbeit dort gingen der Orientalische Markt, ein Reparatur-Café und ein Kinder- und Jugendtreff hervor.

Was sich ändert

Größere Gebiete: Die beiden bestehenden Quartiere werden ausgeweitet und erhalten jeweils 1,5 Vollzeitstellen.

Das neue Quartier "Mitte": Es umfasst den bewohnten Bereich zwischen den beiden bestehenden Quartieren – bis zum Rhein, zum Schlosspark und zur Bahnlinie. Dort gibt es bereits viele Beratungs-, Bildungs- und Kulturangebote. Der Schwerpunkt soll deshalb auf Koordination und Netzwerkarbeit liegen. Vorgesehen ist zunächst eine halbe Stelle.

Einheitliche Trägerschaft: Bislang wird das Quartiersmanagement im Raiffeisenring vom Diakonischen Werk getragen. Künftig sollen alle drei bei der Stadt angesiedelt sein.

Warum diese Gebiete

Grundlage ist eine sozialräumliche Analyse. Sie zeigt, dass sich die höchsten Belastungswerte im Stadtgebiet auf Teile der Innenstadt und auf Heddesdorf konzentrieren.

Zugleich gebe es gerade dort viele Einrichtungen, gewachsene Netzwerke und ein hohes Maß an Engagement – also Strukturen, auf denen sich aufbauen lässt.

Was die Stadt sagt

"Quartiersmanagement bedeutet für mich vor allem, nah bei den Menschen zu sein", sagt Bürgermeister Peter Jung. Man habe erlebt, was entstehen könne, wenn es vor Ort feste Ansprechpartner gebe.

Beim Konzept setzt die Stadt auf Unterschiede: "Jedes Viertel hat andere Stärken und andere Herausforderungen. Deshalb wollen wir nicht überall dasselbe Konzept umsetzen, sondern gemeinsam mit den Menschen vor Ort schauen, was gebraucht wird."

Von der einheitlichen Trägerschaft erhofft sich die Stadt engeren Austausch innerhalb der Verwaltung und eine bessere Verzahnung, etwa mit den Familiengrundschulzentren.

Wie es weitergeht

Über die Neuausrichtung entscheidet abschließend der Stadtrat. Umgesetzt werden soll sie ab 2027.

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