Erstmals West-Nil-Virus in Rheinland-Pfalz nachgewiesen
Im Rhein-Pfalz-Kreis ist erstmals eine vermutlich vor Ort erworbene Infektion mit dem West-Nil-Virus festgestellt worden. Die betroffene Person hatte sich zuvor nicht im Ausland aufgehalten.
Rheinland-Pfalz. Erstmals wurde in Rheinland-Pfalz eine Infektion mit dem West-Nil-Virus nachgewiesen, die höchstwahrscheinlich innerhalb des Bundeslandes übertragen wurde. Betroffen ist eine Person aus dem Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes des Rhein-Pfalz-Kreises.
Da sich die betroffene Person zuvor nicht im Ausland aufgehalten hatte, gehen die Behörden davon aus, dass die Ansteckung durch den Stich einer heimischen Stechmücke erfolgte. Eine direkte Ansteckungsgefahr für andere Menschen besteht im normalen Alltag nicht.
Was ist das West-Nil-Virus?
Das West-Nil-Virus wird hauptsächlich zwischen Vögeln und Stechmücken übertragen. Infizierte Mücken können das Virus anschließend auf Menschen oder Pferde übertragen. Die dafür infrage kommenden Culex-Stechmücken sind in Deutschland weit verbreitet.
Bei den meisten Infizierten treten keine Beschwerden auf. Ein Teil entwickelt grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen oder einen Hautausschlag. Nur selten kommt es zu einer schweren Erkrankung mit einer Entzündung des Gehirns oder der Hirnhäute. Besonders gefährdet sind ältere und immungeschwächte Menschen. Eine spezielle antivirale Behandlung gibt es bislang nicht.
So kann man sich schützen
Da das Virus durch Mückenstiche übertragen wird, ist ein konsequenter Mückenschutz besonders wichtig. Empfohlen werden:
Mückenschutzmittel auf unbedeckter Haut verwenden
möglichst lange, helle Kleidung tragen
Fliegengitter an Fenstern und Türen anbringen
in Schlafräumen Moskitonetze verwenden
stehendes Wasser in Eimern, Gießkannen, Untersetzern oder Regentonnen regelmäßig entfernen oder abdecken
in den Abend- und Nachtstunden besonders auf Mückenschutz achten
Wer nach einem Mückenstich hohes Fieber, starke Kopfschmerzen, Nackensteife, Verwirrtheit oder andere neurologische Beschwerden entwickelt, sollte sich ärztlich untersuchen lassen.