Gefahrgut-Alarm am BER: Terminal 1 teilweise geräumt
Schönefeld. Am Hauptstadtflughafen BER hat die Bundespolizei am Mittwochabend Gefahrgut-Alarm ausgelöst. Der öffentliche Bereich von Terminal 1 wurde geräumt. Auslöser war eine ungewöhnliche Meldung: Eine Frau gab am Servicepoint an, einen gefährlichen Stoff bei sich zu tragen.
Was passiert ist
Gegen 17.45 Uhr wandte sich die Frau an den Servicepoint der Bundespolizei und erklärte, sie habe einen gefährlichen Stoff dabei.
„Bei der unbestimmten Substanz konnte eine Gefahr nicht ausgeschlossen werden", sagte ein Polizeisprecher. Daraufhin wurde der Gefahrgut-Alarm ausgelöst.
Die Fluggäste im öffentlichen Bereich wurden aufgefordert, das Gebäude zu verlassen.
Was weiterlief
Wichtig zur Einordnung: Betroffen war ausschließlich der öffentliche Bereich vor den Sicherheitskontrollen. Der Bereich dahinter wurde nicht geräumt.
Bereits abfertigungsbereite Maschinen konnten regulär starten, anfliegende Maschinen landen. Die Abfertigung wurde so weit wie möglich auf Terminal 2 verlegt.
Auswirkungen für Reisende
Der Zugverkehr zwischen Schönefeld und dem Flughafen wurde unterbrochen. Die S-Bahn verwies auf Busse als Ersatz.
Ob es zu Verspätungen und Flugausfällen kommt, war zunächst nicht absehbar.
Was noch offen ist
Um welche Substanz es sich handelt und warum die Frau sie bei sich trug, ist bislang nicht bekannt. Auch zu ihrer Person machten die Behörden keine Angaben.
Zuletzt war der Flugbetrieb am BER im März unterbrochen worden – damals wegen eines möglichen verdächtigen Flugobjekts, das allerdings nie gefunden wurde.