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Gesa Krause aus Trier holt EM-Gold

Gesa Krause ist zum dritten Mal Europameisterin über 3000 Meter Hindernis. Die Läuferin des Silvesterlauf Trier holte in Birmingham Gold – ihr erster EM-Titel als Mutter.

Gesa Felicitas Krause
Foto: Gesa Felicitas Krause

Birmingham. Gesa Felicitas Krause ist zum dritten Mal Europameisterin über 3000 Meter Hindernis. Im Finale von Birmingham setzte sich die 34-Jährige durch, die für den rheinland-pfälzischen Verein Silvesterlauf Trier startet. Es ist ihr erster EM-Titel als Mutter – und der dritte nach 2016 und 2018.

Zurück an der Spitze

Die Goldmedaille ist bemerkenswert, weil sie das Ende eines Umwegs markiert. Im vergangenen Dezember hatte Krause ihre Paradedisziplin eigentlich hinter sich gelassen und war zum Marathonlauf gewechselt.

"Ich hatte die Illusion, dass es leichter ist, den Spagat zwischen Mittelstrecke und Marathon zu schaffen", sagte sie später. Beim Halbmarathon in Berlin lief sie 1:08:59 Stunden – stark, aber nicht ihre Welt.

Sie kehrte zurück zum Hindernislauf. Und wie: Beim Diamond-League-Meeting in Eugene lief sie im Juli 9:07,50 Minuten – nur ein einziges Mal in ihrer Karriere war sie schneller. Bei den Deutschen Meisterschaften Ende Juli in Wattenscheid holte sie ihren siebten nationalen Titel und verbesserte dabei ihren eigenen Meisterschaftsrekord aus dem Jahr 2017.

Vor der EM: klare Ansage

Ihre Erwartung hatte Krause vor Birmingham unmissverständlich formuliert: "Das Ziel ist eine Medaille, wenn das nicht passieren wird, wäre ich schon sehr enttäuscht." Und dann fügte sie hinzu: "Ich hoffe, dass es die Farbe sein wird, die mir am besten gefällt."

Es wurde Gold.

Wer sie ist

Gesa Felicitas Krause wurde 1992 in Ehringshausen im Lahn-Dill-Kreis geboren und lebt in Dillenburg. Für den rheinland-pfälzischen Traditionsverein Silvesterlauf Trier startet sie seit Jahren.

Seit 2016 hält sie den deutschen Rekord über 3000 Meter Hindernis. Zu ihren Erfolgen zählen neben den drei EM-Titeln zwei WM-Bronzemedaillen aus den Jahren 2015 und 2019.

2023 kam ihre Tochter Lola zur Welt. Dass das Kind inzwischen in den Kindergarten geht, helfe "enorm", sagte Krause vor der EM. Früher sei sie "sehr fokussiert und zu verkopft" gewesen – heute versuche sie, mehr im Hier und Jetzt zu leben.

Eine, die aufsteht

Wer Krauses Karriere verfolgt hat, kennt die Bilder vom Sturz. Bei der WM in Tokio im vergangenen Jahr landete sie 200 Meter vor dem Ziel im Wassergraben – rappelte sich auf, überholte klitschnass noch zwei Konkurrentinnen und lief in Saisonbestzeit auf Rang sieben.

14 Jahre nach ihrer ersten EM-Medaille steht sie nun wieder ganz oben.

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