Koblenz: 80.000 Besucher bei Rhein in Flammen – Polizei zieht positive Bilanz
Koblenz. Trotz des abgesagten Schiffskonvois haben am Samstag 80.000 Menschen Rhein in Flammen besucht. Die Polizei zieht ein durchweg positives Zwischenfazit: An beiden Tagen blieb es weitgehend ruhig, es gab lediglich eine Anzeige wegen Körperverletzung.
Ein Zwischenfall, der keiner war
Für kurze Aufregung sorgte eine Meldung am frühen Samstagabend: Gegen 17.45 Uhr sollte sich im Bereich des Forums Mittelrhein eine Person mit einer Schusswaffe aufhalten. Die Polizei lokalisierte den Mann schnell und kontrollierte ihn – es handelte sich um eine Spielzeugwaffe.
Eine Gefahr habe zu keinem Zeitpunkt bestanden, teilte die Polizei mit. Der Verantwortliche muss allerdings mit einer Ordnungswidrigkeitenanzeige rechnen.
Die Bilanz in Zahlen
Bis Mitternacht verzeichnete die Polizei nur ein angezeigtes Körperverletzungsdelikt. Eine Person wurde vorübergehend in Gewahrsam genommen.
Auch der Freitagabend mit den Musikacts am Deutschen Eck verlief ohne besondere Vorkommnisse. Die Abschnitte in Lahnstein und Boppard meldeten ebenfalls einen störungsfreien Verlauf.
Auf dem Wasser lagen 13 überwiegend stillstehende Fahrgastschiffe mit rund 2.800 Passagieren. Besondere Maßnahmen waren nicht nötig; in einem Fall unterstützte die Wasserschutzpolizei den Rettungsdienst bei einem medizinischen Notfall an Bord.
Verkehrskonzept ging auf
Das zwischen Stadt, Veranstalter und Polizei abgestimmte Verkehrskonzept führte nur vorübergehend zu Beeinträchtigungen – bei dieser Besucherzahl lasse sich das nicht völlig vermeiden, so die Polizei. Die Park-and-Ride-Plätze waren komplett ausgelastet.
"Bislang können wir aber sehr zufrieden sein, das darf gerne so bleiben", sagte Einsatzleiter Björn Neureuter, Leiter der Polizeidirektion Koblenz. Die Polizei bleibe bis Sonntagmorgen sichtbar präsent.
Sonntag: Familientag
Zum Abschluss steht am Sonntag der Familientag auf dem Programm. Das Fest endet am Abend.