Neuwied: Noch zwei Wochen – Bürger können Ideen für die Innenstadt einbringen
Neuwied. Mehr Grün, mehr Schatten, mehr Platz zum Verweilen: Wer Ideen für die Neuwieder Innenstadt hat, kann sie noch bis zum 16. August online einbringen. Die Stadt sammelt derzeit Vorschläge für den “Masterplan Öffentlicher Raum” – und zwar direkt auf einer digitalen Karte, in der sich jede Idee genau verorten lässt.
So funktioniert die Beteiligung
Die Plattform ist unter jetzt-mitmachen.de/masterplaninnenstadt erreichbar. Herzstück ist eine interaktive Karte der Innenstadt: Wer einen Vorschlag hat, setzt ihn genau dort ab, wo er hingehört – an die Straßenecke, auf den Platz, in die Fußgängerzone.
Beispiele, die die Stadt selbst nennt: eine bessere oder barrierefreie Wegeverbindung, zusätzliche Bänke, Mülleimer oder Beleuchtung, ein Baum als Schattenspender, Spiel- und Bewegungsangebote, neue Nutzungen für leerstehende Flächen, Fahrradabstellplätze oder Ideen, wie die Stadtgeschichte sichtbarer werden kann.
Wer sich beteiligt, kann bestehende Vorschläge auch kommentieren. Nach dem 16. August werden alle Beiträge ausgewertet.
Fünf Themen stehen im Mittelpunkt
Der Masterplan gliedert sich in fünf Handlungsfelder – sie zeigen, worum es der Stadt geht:
Verbindung und Orientierung: Wie kommt man gut und sicher durch die Innenstadt? Es geht um Wegeführung, Querungen, Barrierefreiheit und Beschilderung.
Nutzung und Belebung: Was bringt Menschen überhaupt in die Innenstadt? Einzelhandel, Gastronomie, Veranstaltungen, Kultur.
Aufenthalt und Aneignung: Was lädt dazu ein, länger zu bleiben? Sitzgelegenheiten, Treffpunkte, Orte ohne Konsumzwang, Angebote für Kinder und Jugendliche.
Klima und Komfort: Was macht einen Ort auch bei Hitze oder Regen angenehm? Bäume, Schatten, Grünflächen, Trinkwasser, Beleuchtung, Sauberkeit.
Gestaltung und Identität: Was macht die Innenstadt einladend – und typisch für Neuwied? Bodenbeläge, Stadtmöbel, Fassaden, Kunst im öffentlichen Raum.
Was ist der Masterplan überhaupt?
Der Masterplan Öffentlicher Raum ist ein Fachkonzept ausschließlich für die Innenstadt. Er soll gestalterische Mängel und funktionale Schwachstellen aufdecken und daraus konkrete Maßnahmen für die kommenden Jahre ableiten. Ziel ist laut Stadt ein öffentlicher Raum, der klimaangepasst, barrierefrei und kinderfreundlich ist.
Erarbeitet wird der Plan vom Dortmunder Büro scheuvens + wachten plus. Finanziert wird er über das Landesprogramm “Innenstadt-Impulse”, aus dem Neuwied Fördermittel für mehrere Innenstadtprojekte erhalten hat.
Begonnen hat der Prozess bereits im Februar mit einem Infostand auf dem Luisenplatz. Aus den dortigen Rückmeldungen und Fachanalysen entstanden die fünf Handlungsfelder, zu denen jetzt Ideen gesammelt werden.
Nicht verwechseln: Der zweite Prozess
Parallel läuft in Neuwied noch ein zweites Beteiligungsverfahren – und die beiden werden leicht verwechselt.
Der Masterplan betrifft nur die Innenstadt und behandelt konkrete Orte, Plätze und Wege.
Die Stadtentwicklungsstrategie “NeuWie?” dagegen nimmt die gesamte Stadt in den Blick, also auch alle Stadtteile, und arbeitet an einem strategischen Fahrplan bis 2030 und darüber hinaus. Dafür starten ab dem 11. August die 14 Stadtteilwerkstätten. An der zugehörigen Online-Umfrage im Frühjahr hatten sich rund 1.300 Menschen beteiligt.
Kurz gesagt: Der Masterplan liefert die konkreten Ideen für die Innenstadt, “NeuWie?” den großen Rahmen für die ganze Stadt. Wer will, kann sich an beidem beteiligen.
Mitmachen
Die Online-Beteiligung läuft noch bis Sonntag, 16. August, unter jetzt-mitmachen.de/masterplaninnenstadt. Fragen beantwortet die Planungsabteilung der Stadt Neuwied unter 02631 802-620 oder per E-Mail an [email protected].