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Neuwieder Feuerwehr im Auswärtseinsatz: "Jede Handlung zählt"

Die Neuwieder Feuerwehr hilft über die Stadtgrenzen hinaus: Kräfte aus Niederbieber-Segendorf sind in den Landkreis Cochem-Zell ausgerückt.

Eine dramatische Silhouette eines Feuerwehrmanns vor einem lodernden Feuer in der Nacht, die Mut und Action betont.
Foto: Oscar Sánchez / Pexels

Neuwied. Die Neuwieder Feuerwehr hilft bei den Waldbränden in der Region über die Stadtgrenzen hinaus. Kräfte des Löschzugs Niederbieber-Segendorf sind im Rahmen der überörtlichen Hilfe in den Landkreis Cochem-Zell ausgerückt. Zugleich wendet sich die Feuerwehr mit einem eindringlichen Appell an die Bevölkerung.

Unterwegs nach Cochem-Zell

"Wir befinden uns im Rahmen der überörtlichen Hilfe auf dem Weg in den Landkreis Cochem-Zell", teilte die Freiwillige Feuerwehr Niederbieber-Segendorf am Samstag über ihren Instagram-Kanal mit.

Überörtliche Hilfe bedeutet: Wenn eine Feuerwehr die Lage vor Ort nicht mehr allein bewältigen kann, fordert sie Unterstützung aus anderen Kreisen an. Genau das passiert derzeit an mehreren Stellen gleichzeitig.

Die Feuerwehr Neuwied bestätigte, dass zahlreiche Einheiten – auch aus der Stadt – bei den großflächigen Waldbränden in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz im Einsatz sind.

"Kleinste Funken können verheerende Brände auslösen"

Verbunden ist der Hinweis mit einem klaren Appell. Unter dem Titel "Waldbrandgefahr – jede Handlung zählt" warnt die Feuerwehr vor der aktuellen Lage.

Extreme Gefahr: Durch Trockenheit und Hitze könnten schon kleinste Funken verheerende Brände auslösen.

Keine Kippen, kein Feuer, kein Müll: Nichts aus dem Fenster werfen. Ein einziger Funke könne verheerende Folgen haben.

Zusammen für die Sicherheit: "Unsere Einsatzkräfte geben alles. Bitte helft mit, Brände zu verhindern."

Was dahintersteckt

Der Appell kommt nicht von ungefähr. Seit einer Woche sind die Feuerwehren in der Region im Dauereinsatz: Feldkirchen, Hilgert, Bad Ems, Langscheid – dazu die Großbrände im Hürtgenwald und im Saarland.

Die allermeisten Kräfte, die dabei im Einsatz sind, arbeiten ehrenamtlich. Sie nehmen Urlaub, tauschen Schichten oder werden aus dem Betrieb geholt. Ein einzelner Einsatz wie in Hilgert bindet über 200 Menschen für viele Stunden – bei über 30 Grad und in schwerer Schutzkleidung.

In der Vordereifel gab es bei den Löscharbeiten mehrere Fälle von Hitzeerschöpfung.

Was jeder tun kann

In Rheinland-Pfalz gilt im Wald ein ganzjähriges Rauchverbot. Offenes Feuer und Grillen sind grundsätzlich verboten, auch Campingkocher. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 25.000 Euro.

Weitere Regeln, die oft vergessen werden: Fahrzeuge nicht auf trockenem Gras abstellen – der heiße Katalysator reicht als Zündquelle. Und Waldwege sowie Zufahrten freihalten, damit Einsatzfahrzeuge durchkommen.

Wer Rauch oder Feuer entdeckt, sollte sofort die 112 wählen und den Standort möglichst genau beschreiben – am besten über den nächstgelegenen Rettungspunkt, die grünen Schilder mit weißem Kreuz im Wald.

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