Waldbrände im Hohen Venn: Liveticker
Liveticker beendet
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Wetter bringt Entspannung – Evakuierung bleibt
Im Hohen Venn hat sich die Lage am Montag stabilisiert. Es hat geregnet, die Temperaturen sind zurückgegangen, starker Wind blieb aus.
"Die großen Mengen waren das nicht, aber immerhin gab es ein paar Liter", sagte DWD-Meteorologe Nico Bauer. Sorgen bereiten weiterhin schlecht erreichbare Flächen im Nordosten.
Entwarnung gibt es trotzdem nicht: Die Bewohner von Ruitzhof und Geisberg dürfen vorerst nicht zurück in ihre Häuser.
Das Ausmaß ist historisch: Im Hohen Venn sind rund 3.200 Hektar Moorgebiet verbrannt. Zum Vergleich: Der bislang größte Waldbrand Belgiens im Jahr 2011 zerstörte 1.600 Hektar – halb so viel.
Begonnen hatte alles am Freitag gegen 13 Uhr als kleines Feuer.
Die Flammen stehen rund 300 Meter von der deutschen Grenze entfernt.
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Die wechselhafte Wetterlage trägt zu einer weiteren Entspannung bei
Regen, niedrigere Temperaturen und zunächst nur schwacher Wind verbessern die Lage im Hohen Venn; ab Mittwoch rechnet der DWD zudem mit teils kräftigeren Niederschlägen.
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Aktuell keine Hubschrauber aufgrund zu starker Rauchentwicklung im Einsatz
Während über Monschau gestern noch die Rotorengeräusche von Hubschraubern zu hören waren, ist der Luftraum über Kalterherberg momentan leer. Weder Löschflugzeuge noch Hubschrauber sind aktuell aufgrund des dichten Rauchs im Einsatz.
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Zwei schwedische Löschflugzeuge starten ihren Einsatz am Nachmittag
Zwei schwedische Löschflugzeuge nehmen am Montagmittag ihren Einsatz zur Bekämpfung des Waldbrandes auf der belgischen Seite wieder auf. Während sie am Sonntag noch Wasser aus einem Kanal bei Visé schöpften, wird es am Montag anders sein: Sie füllen ihre Tanks auf deutscher Seite an der Oleftalsperre in Hellenthal im Kreis Euskirchen auf.
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Feuerwehr-Gewerkschaft fordert Gesamtkonzept für Waldbrände
: Angesichts der Klimaveränderungen fordert die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft, der Bekämpfung von Wald- und Vegetationsbränden dauerhaft einen höheren Stellenwert einzuräumen. Bei Ausstattung, Ausbildung und Schutzausrüstung gebe es noch Nachholbedarf.
Geländegängige Fahrzeuge, Löschrucksäcke, Pumpen oder Drohnen seien bislang nicht flächendeckend vorhanden. Die Gewerkschaft fordert deshalb ein Gesamtsystem mit bedarfsgerechter Ausstattung und verbindlicher Aus- und Fortbildung. Auch freiwillige Feuerwehren müssten insbesondere für lang andauernde Einsätze gestärkt werden. -
Die Feuerwehrleute hoffen, den Brand im Hohen Venn bis Mittwoch einzudämmen
Die Feuerwehrleute hoffen, den Brand im Hohen Venn bis Mittwoch einzudämmen, erklärte René Dhamen, Leiter des Forstamt-Bezirks Elsenborn, am Montagmorgen im Koordinierungszentrum in Sourbrodt. „Anschließend werden wir die gefährdeten Gebiete eingehend überwachen, da sich das Feuer noch mehrere Monate lang durch Torf und Baumstümpfe ausbreiten kann“, fügte er laut dem belgischen Sender RTBF hinzu.
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Rhein-Sieg-Kreis warnt vor Geruchsbelästigung
Mittlerweile warnt auch der Rhein-Sieg-Kreis vor einer Geruchsbelästigung aufgrund des Brandes. Das zeigt, wie weit das Feuer wahrnehmbar ist.
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Fenster und Türen geschlossen halten!
Aufgrund des Regens und der Löscharbeiten kommt es aktuell zu starker Rauchbildung, daher werden alle Bürger gebeten, Türen und Fenster geschlossen zu halten.
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Leere Straßen in Kalterherberg
In der Luft hängt ein fast beißender Rauchgeruch. Die Sichtweite beträgt etwa 200 Meter. Der leichte Regen der letzten Stunden hat sich inzwischen eingestellt und die Rauchbelastung wieder zugenommen.
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Wasserversorgung auf deutscher Seite gesichert
Ein zwischenzeitliches logistisches Problem bei der Wasserversorgung der Einsatzkräfte konnte gelöst werden: Ein Lohnunternehmen unterstützt nun beim Wassertransport zum Großbrand im Hohen Venn.
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Schwedische Löschflugzeuge holen Wasser aus Albert-Kanal
Die beiden über rescEU angeforderten schwedischen Löschflugzeuge sollen ihr Löschwasser aus dem Albert-Kanal bei Visé aufnehmen – dafür wird die Schifffahrt während der Einsätze unterbrochen.
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Schwedisches Löschflugzeug darf Wasser aus Oleftalsperre aufnehmen
Ab Montagmorgen darf ein schwedisches Löschflugzeug bei Bedarf Wasser aus der Oleftalsperre bei Hellenthal aufnehmen, um die Einsatzkräfte beim Großbrand im Hohen Venn zu unterstützen.
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Das Feuer ist etwa einen Kilometer von dem Gebiet entfernt , das nun evakuiert wird.
Das Feuer ist derzeit noch etwa einen Kilometer entfernt von dem Gebiet, das nun evakuiert wird.
Die Verantwortlichen gehen aktuell nicht davon aus, dass Kalterherberg evakuiert werden muss. -
Von der Evakuierung sind nach Angaben der Stadt Monschau 17 Häuser und 30 Personen betroffen
Aktuell sind Mitarbeiter der Stadt und die Polizei vor Ort. Anders als in der Nacht auf Sonntag, handelt es sich nicht um einen dringenden Appell, den Bereich zu verlassen, sondern um eine angeordnete Evakuierung. Das bedeutet, dass die Anwohner ihre Häuser verlassen müssen.
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Blockieren Sie nicht die Notrufleitungen von Polizei und Feuerwehr!
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe fordert auf die Notrufleitungen nicht zu blockieren!
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Vorsorgliche Vorbereitung auf eine Evakuierung
Den Einwohnenden der Ortsteile Kalterherberg und Mützenich wird empfohlen, sich auf eine mögliche Evakuierung vorzubereiten.
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Ruitzhof und Geisberg sind eine kleine Siedlung
Ruitzhof und Geisberg bilden eine kleine, zu Kalterherberg gehörende Siedlung, die aus einer Gruppe von Gehöften und Wohngebäuden besteht. Die Rur trennt beide Straßenzüge von Kalterherberg. Die Siedlung ist nur über eine schmale Straße zu erreichen.
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Der Grund für die veränderte Einschätzung der Sicherheitslage
Laut Informationen der Feuerwehr ist das Feuer auf belgischer Seite offenbar auf einen Fichtenwald übergegangen – genau das hatte man zuvor gehofft, verhindern zu können.
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Betroffen sind bis Sonntagabend laut der Provinz Lüttich 3000 Hektar.
Die grenzüberschreitende Naturparkregion Hohes Venn-Eifel umfasst insgesamt rund 72.000 Hektar. Die Feuerfront im Hohen Venn befinde sich am Sonntagabend noch etwa einen Kilometer von der deutschen Grenze entfernt.
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Erstmeldung
Sofortige Evakuierung folgender Straßenzüge in Kalterherberg: Ruitzhof Geisberg. Es besteht Lebensgefahr, verlassen Sie das Haus innerhalb von 10 Minuten!
+++ Update 11:16 Uhr+++
Die Lage beim Großbrand im Hohen Venn hat sich in der zweiten Nachthälfte offenbar etwas stabilisiert. Nach Angaben der belgischen Behörden ist das Feuer derzeit in den Bereichen unter Kontrolle, die von den Rettungskräften erreicht werden können. Das gilt insbesondere für die Ausbreitung in Richtung Südosten.
Auf deutscher Seite beträgt der Abstand der Flammen zur nächsten Bebauung nach Angaben von Feuerwehrpressesprecher Tobias Schell derzeit rund 400 Meter. Die Einsatzkräfte hoffen, den Brand im weiteren Verlauf weiter eindämmen zu können.
Zahlreiche Hubschrauber und Löschflugzeuge im Einsatz
Besonders an der Ostseite des Brandgebietes bleibt die Lage schwierig. Aufgrund der Beschaffenheit des Geländes können dort teilweise keine Einsatzkräfte am Boden eingesetzt werden. Deshalb soll die Brandbekämpfung im Laufe des Tages erneut massiv aus der Luft unterstützt werden.
Sofern das Wetter es zulässt, stehen dafür nach Angaben der Provinz Lüttich insgesamt neun Luftfahrzeuge bereit:
zwei Hubschrauber der belgischen Föderalpolizei
ein niederländischer Hubschrauber
zwei deutsche Hubschrauber
zwei norwegische Hubschrauber
zwei schwedische Löschflugzeuge
120 Einsatzkräfte auf deutscher Seite
Vom Lagezentrum in Kalterherberg aus werden aktuell rund 120 Einsatzkräfte koordiniert. Beteiligt sind unter anderem Feuerwehr, THW, Rettungsdienst und Polizei sowie Löschgruppen aus der gesamten Städteregion Aachen. Nach einem Schichtwechsel gegen 8.30 Uhr stehen zahlreiche Kräfte weiterhin in Bereitschaft, um bei Bedarf die Einsatzkräfte auf belgischer Seite zu unterstützen.
Seit Beginn der Löscharbeiten wurden nach Angaben der Provinz Lüttich zwei Einsatzkräfte leicht verletzt. Ein Helfer verletzte sich bereits am ersten Einsatztag am Rücken, eine weitere Einsatzkraft erlitt während der Arbeiten eine Verstauchung am Knöchel.
Rauchentwicklung offenbar teilweise Wasserdampf
Monschaus Bürgermeisterin Carmen Krämer gab unterdessen Entwarnung hinsichtlich einer zeitweise stärker wirkenden Rauchentwicklung. Dabei soll es sich teilweise um verdampfendes Wasser handeln, das durch den Regen und die umfangreichen Löscharbeiten entsteht.
Auch trübes Leitungswasser in Teilen Monschaus sei nach Angaben der Stadt nicht gesundheitsgefährdend. Grund dafür seien die stark erhöhte Wasserentnahme wegen des Waldbrandes sowie ein zwischenzeitlicher Schaden im Leitungsnetz, der inzwischen behoben wurde. Die Eintrübungen sollen sich im Laufe des Montags wieder zurückbilden.
+++ Update 23:36 Uhr+++
Ab Montag, 17. August, mit Sonnenaufgang kann es im Bereich der Oleftalsperre bei Hellenthal zu einem besonderen Einsatz kommen: Ein schwedisches Löschflugzeug darf dort bei Bedarf Wasser aufnehmen. Das teilt der Kreis Euskirchen mit. Das Flugzeug wird zur Bekämpfung des Großbrandes im Hohen Venn eingesetzt. Der Kreis Euskirchen hat eine entsprechende Anfrage zur Wasseraufnahme aus der Oleftalsperre genehmigt. Sollte das Löschflugzeug zum Einsatz kommen, kann es daher zu Überflügen im Bereich der Talsperre kommen.
23:11 Uhr - Vorsorgliche Vorbereitung auf eine Evakuierung für weitere Ortschaften:
Aufgrund einer weiteren Ausbreitung des Waldbrands im Hohen Venn in Belgien lässt sich ein Übergreifen auf Teile von Monschau nicht vollständig ausschließen.
Aus diesem Grunde wird den Einwohnenden der Ortsteile Kalterherberg und Mützenich empfohlen, sich auf eine mögliche Evakuierung vorzubereiten.
22:16 Uhr - Warnung der Integrierte Leitstelle Städteregion Aachen:
Sofortige Evakuierung der Bereiche Ruitzhof und Geisberg in - Kalterherberg
Die aktuelle Entwicklung des Brandgeschehens im Hohen Venn erfordert eine sofortige Evakuierung folgender Straßenzüge in Kalterherberg: Ruitzhof Geisberg. Es besteht Lebensgefahr, verlassen Sie das Haus innerhalb von 10 Minuten. Eine Notunterkunft wurde in der Sekundarschule in Simmerath, Walter-Bachmann-Straße 40, eingerichtet.
Von der Evakuierung sind nach Angaben der Stadt Monschau 17 Häuser und 30 Personen betroffen.
Seit mehreren Tagen breitet sich im belgischen Hohen Venn nahe der deutschen Grenze ein großflächiger Wald- und Vegetationsbrand aus. Das Feuer hat inzwischen eine Fläche von weit über 1.000 Hektar erfasst. Neben Waldflächen brennen dort auch Moor- und Torfböden, wodurch sich das Feuer teilweise im Untergrund weiter ausbreiten und nur schwer vollständig löschen lässt.
Im Laufe des Sonntags näherte sich die Feuerfront immer weiter der Grenze bei Monschau-Kalterherberg. Zeitweise lag sie nur noch rund 1,5 Kilometer von der deutschen Grenze und etwa 1,8 Kilometer von der nächsten deutschen Bebauung entfernt. Auf belgischer Seite wurden bereits angrenzende Ortschaften evakuiert.
Problematisch sind neben den Flammen vor allem wechselnde Winde, Funkenflug und eine teilweise starke Rauchentwicklung. Dadurch kann sich die Ausbreitungsrichtung kurzfristig verändern. Feuerwehr und Behörden beobachten die Feuerfront deshalb laufend und bereiten auf deutscher Seite Löschmaßnahmen vor.
Am Sonntagabend verschärfte sich die Lage erneut. Aufgrund der aktuellen Entwicklung wurden die Bewohner der besonders grenznahen Bereiche Ruitzhof und Geisberg schließlich aufgefordert, ihre Häuser kurzfristig zu verlassen.