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On Air Montag, 31. August 2026 --:--

Falsche Spendensammler vor Aldi und REWE: Polizei warnt erneut

Schon wieder: Vor Aldi in Feldkirchen und dem REWE-Center in Neuwied sammelten Unbekannte angeblich für gehörlose Kinder. Als jemand die Polizei rufen wollte, verschwanden sie.

Nähe Interaktion von Händen, die Bargeld in einem Café austauschen. Detail der Geschäftstransaktion.
Foto: Kampus Production / Pexels

Neuwied. Schon wieder falsche Spendensammler: Am Freitagvormittag traten in Feldkirchen und Neuwied mehrere Personen auf, die angeblich für eine Schule für gehörlose Menschen sammelten. Als ein Zeuge mit der Polizei drohte, verschwanden sie zügig. Es ist bereits der zweite Fall binnen weniger Tage.

Was passiert ist

Betroffen waren der Aldi-Markt in Feldkirchen und das REWE-Center in Neuwied.

In Feldkirchen beobachteten Zeugen zwei Männer. Am REWE-Center in Neuwied sollen zwei Männer und eine Frau aufgetreten sein.

Sie gaben an, Spenden für eine Schule für gehörlose Menschen zu sammeln.

Als ein Mitteiler ankündigte, die Polizei zu rufen, entfernten sich die Personen zügig.

Was die Polizei sagt

Ob tatsächlich für den angegebenen Zweck gesammelt wurde und ob überhaupt eine entsprechende Organisation dahintersteht, ist nach Angaben der Polizei nicht bekannt – “darf aber bezweifelt werden”.

Ein wichtiger rechtlicher Hinweis der Beamten: Wenn Spender über den tatsächlichen Zweck oder die Begünstigten getäuscht werden, ist das Betrug – auch wenn das Geld freiwillig gegeben wurde.

Bereits der zweite Fall

Erst vor wenigen Tagen hatte die Polizei einen Mann auf dem Parkplatz des DM- und Kik-Marktes in der Allensteiner Straße kontrolliert. Er sammelte mit einem Klemmbrett für einen “Landesverband für Behinderte und Taubstumme Kinder” – einen Verband, den es nach Erkenntnissen der Beamten nicht gibt.

Das Muster ähnelt sich: Genannt werden Organisationen, die Mitgefühl auslösen. Menschen mit Behinderung, gehörlose Kinder.

Woran Sie echte Sammler erkennen

Der Sammlerausweis. Seriöse Spendensammler führen einen offiziellen Ausweis mit sich. Lassen Sie ihn sich zeigen. Wer keinen vorweisen kann oder ausweichend reagiert, ist verdächtig.

Weitere Warnsignale: Druck zur sofortigen Entscheidung, Bargeldforderungen ohne Quittung, ausweichende Antworten auf Nachfragen zur Organisation.

Im Zweifel gilt: keine Bargeldspende leisten. Wer eine Organisation unterstützen will, kann das jederzeit später und auf gesichertem Weg tun – per Überweisung an einen nachprüfbaren Empfänger.

Hinweise erbeten

Die Polizei bittet, verdächtige Personen oder weitere Vorfälle zu melden.

Die Polizeiinspektion Neuwied ist unter 02631 878-0 erreichbar.

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