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Mega-Razzia gegen Hells Angels: Rund 140 Objekte in vier Ländern durchsucht

Mega-Razzia gegen Hells Angels: Rund 140 Objekte in vier Ländern durchsucht

SEK
Foto: KI-Generiert

Seit den frühen Morgenstunden des 30. September 2026 läuft eine großangelegte Polizeiaktion gegen Strukturen der Organisierten Kriminalität. Schwerpunkt des Einsatzes ist Nordrhein-Westfalen, insbesondere der Raum Duisburg und Oberhausen.

Nach übereinstimmenden Medienberichten richten sich die Maßnahmen gegen ein internationales Geldwäsche-Netzwerk und Mitglieder beziehungsweise Personen aus dem Umfeld der Hells Angels. Die Polizei Duisburg selbst spricht von einer koordinierten Aktion gegen kriminelle Vereinigungen im Bereich der Organisierten Kriminalität.

Rund 140 Objekte in vier Ländern

Insgesamt werden rund 140 Wohnungen, Häuser und Geschäftsräume durchsucht. Die Maßnahmen finden nicht nur in mehreren deutschen Bundesländern statt, sondern parallel auch in Belgien, den Niederlanden und Bulgarien.

Mehr als 1.000 Einsatzkräfte sollen beteiligt sein. Medien berichten darüber hinaus von einem noch deutlich größeren Gesamtaufgebot und dem Einsatz zahlreicher Spezialeinheiten. Auch mehrere Haftbefehle sollen im Zuge der Aktion vollstreckt werden.

Ermittlungen gegen mutmaßliches Geldwäsche-Netzwerk

Im Mittelpunkt stehen Ermittlungen wegen des Verdachts auf umfangreiche Geldwäsche und Organisierte Kriminalität.

Den Beschuldigten werden je nach Verfahren unter anderem Straftaten wie die Bildung beziehungsweise Unterstützung krimineller Vereinigungen, Geldwäsche und weitere Vermögens- und Gewaltdelikte vorgeworfen.

Nach Medienberichten prüfen die Ermittler insbesondere Geldflüsse, die aus unterschiedlichen kriminellen Geschäftsfeldern stammen könnten. Dazu sollen unter anderem Einnahmen aus Drogenhandel, Waffenhandel, Schutzgelderpressung und dem Rotlichtmilieu gehören. Diese Vorwürfe sind bislang Gegenstand der Ermittlungen.

Millionenwerte sollen gesichert werden

Ein Schwerpunkt der Ermittlungen liegt auf dem Vermögen der Beschuldigten. Die Behörden wollen mutmaßlich illegal erwirtschaftete Werte abschöpfen und den dahinterstehenden Finanzstrukturen die Grundlage entziehen.

Nach aktuellen Angaben sollen Vermögenswerte von insgesamt rund 48,6 Millionen Euro gesichert werden. Dazu können unter anderem Bargeld, Immobilien, Fahrzeuge und weitere Wertgegenstände gehören.

Ausgangspunkt war Schießerei in Duisburg

Die Ermittlungen stehen Medienberichten zufolge in Zusammenhang mit einer schweren Schießerei auf dem Hamborner Altmarkt in Duisburg im Mai 2022. Dort waren Mitglieder unterschiedlicher Gruppierungen an einer gewalttätigen Auseinandersetzung beteiligt.

Im Zuge der anschließend über Jahre geführten Ermittlungen sollen die Behörden zunehmend auf wirtschaftliche Strukturen und verdächtige Geldflüsse gestoßen sein.

Spezialeinheiten bei Durchsuchungen im Einsatz

Bei verschiedenen Objekten kamen auch schwer bewaffnete Spezialkräfte zum Einsatz. Ein dpa-Reporter beobachtete am Mittwochmorgen unter anderem einen SEK-Einsatz an der Anschrift eines einflussreichen Hells-Angels-Mitglieds in Duisburg.

Neben Polizei und Staatsanwaltschaft sind bei einer Aktion dieser Größenordnung auch Spezialkräfte und weitere Behörden eingebunden.

Die Ermittlungen werden von der Staatsanwaltschaft Duisburg geführt. Die Durchsuchungen und Auswertungen dauern an.

Für sämtliche Beschuldigten gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.

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