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Schwedische Schule: Angreifer verletzt Menschen mit Schwert – Polizei schießt

Mindestens zwei Schwerverletzte an einer Schule in Zentralschweden: Ein Angreifer ging mit einem Schwert auf Menschen los. Die Polizei nahm ihn fest, das Motiv ist unklar.

Ein malaysisches Polizeiauto, das in einer städtischen Umgebung geparkt ist und die lokale Strafverfolgung zeigt.
Foto: Putra Rangga / Pexels

Fagersta. An einer weiterführenden Schule in Zentralschweden hat ein Mann mit einem Schwert mehrere Menschen angegriffen. Mindestens zwei Personen wurden schwer verletzt. Die Polizei schoss dem Angreifer ins Bein und nahm ihn fest. Das Motiv ist bislang unbekannt.

Der Ablauf

Um 14.06 Uhr Ortszeit ging bei der Polizei der Alarm ein – wegen eines laufenden tödlichen Gewaltvorfalls, wie es in der Meldung hieß.

Der Angreifer war in die Brinellskolan in Fagersta eingedrungen, einer Stadt mit rund 13.000 Einwohnern nordwestlich von Stockholm. "Es handelt sich um einen Täter mit einem Schwert, der in die Schule eingedrungen ist und mehrere Personen verletzt hat", erklärte eine Sprecherin der Kommune.

Polizei und Rettungskräfte rückten mit einem Großaufgebot an, auch ein Polizeihubschrauber und eine Spezialeinheit waren im Einsatz. Die Beamten schossen dem Mann nach Angaben schwedischer Medien ins Bein und nahmen ihn fest.

Die Verletzten

"Wir haben zwei Schwerverletzte aufgenommen", sagte Jonas Cederberg, Gesundheitsdirektor der Region Västmanland, dem schwedischen Rundfunk. Eine weitere Person sei auf dem Weg ins Krankenhaus, dort sei die Lage noch unklar.

Ein endgültiger Überblick über Zahl und Schwere der Verletzungen lag am Abend nicht vor.

Ein Schüler berichtete dem Fernsehen, er habe gesehen, wie der Angreifer einem Mitschüler in den Arm stach: "Sein ganzer Arm war voller Blut, er sagte: Ruft die Polizei!" Dann seien alle gerannt.

Stunden in der Schule

Für die Schülerinnen und Schüler zog sich der Nachmittag hin. Wer sich nach der Tat noch im Gebäude befand, durfte es stundenlang nicht verlassen – die Polizei durchsuchte die Schule und befragte Zeugen.

Draußen warteten Eltern, manche weinten. "Man ist unruhig", sagte eine Mutter, deren Tochter im Gebäude ausharren musste. Das Mädchen habe große Angst.

Umliegende Schulen und Einrichtungen wurden geräumt. Die Gemeinde kündigte Krisenhilfe an.

Eine Gefahr für die Allgemeinheit bestehe nicht, teilte die Polizei mit.

Motiv unklar

Was hinter der Tat steckt, ist offen. Ministerpräsident Ulf Kristersson erklärte, man wisse es noch nicht, "aber wir wissen, dass die Polizei sehr intensiv arbeitet".

Justizminister Gunnar Strömmer sagte, die Regierung stehe in engem Kontakt mit den Ermittlern.

Die Polizei prüft nach eigenen Angaben auch, ob Kameraaufnahmen für die Ermittlungen hilfreich sein könnten.

Schweden und die Angriffe auf Schulen

Der Fall trifft ein Land, das solche Taten kennt.

Im Februar 2025 erschoss ein 35-Jähriger in einem Bildungszentrum für Erwachsene in Örebro zehn Menschen und sich selbst – der schwerste Schusswaffenangriff in der Geschichte Schwedens.

2022 tötete ein 18-jähriger Schüler an einer Schule in Malmö zwei Lehrerinnen mit einer Axt.

Und 2015 tötete ein 21-Jähriger in Trollhättan drei Menschen mit einem Schwert, bevor er von der Polizei erschossen wurde. Damals stellten die Ermittler ein rassistisches Motiv fest.

Ob es Parallelen zum aktuellen Fall gibt, ist offen. Die Ermittlungen stehen am Anfang.

Der Angriff ereignete sich kurz nach dem Ende der schwedischen Sommerferien.

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