Sieben Tote in England: Auto kollidiert bei Verfolgungsfahrt mit Polizeiwagen
Middlesbrough. Bei einem Zusammenstoß auf einer Fernstraße in Nordengland sind sieben Menschen gestorben, darunter zwei Polizisten. Ein Auto war in falscher Richtung auf die Fahrbahn aufgefahren – verfolgt von der Polizei. Niemand überlebte den Aufprall.
Was geschah
Der Unfall ereignete sich am frühen Samstagmorgen auf der A66 bei Middlesbrough im Nordosten Englands.
Ein Mittelklassewagen mit fünf Insassen war in falscher Richtung auf die Fernstraße aufgefahren. Dort stieß er frontal mit einem Polizeifahrzeug zusammen, in dem zwei Beamte saßen.
Keiner der sieben Menschen überlebte.
Das Auto war zuvor von anderen Beamten verfolgt worden. Das berichtet die Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf die britische Polizeiaufsichtsbehörde, die die Ermittlungen übernommen hat.
Der Einsatz
Zahlreiche Rettungs- und Einsatzkräfte rückten aus, die A66 wurde in beide Richtungen gesperrt.
"Trotz der größten Bemühungen aller Einsatzkräfte starben bedauerlicherweise mehrere Patienten noch am Unfallort", teilte der Rettungsdienst North East Ambulance Service mit.
"Niemand sollte sein Zuhause verlassen und nicht sicher zurückkehren"
Polizeichefin Victoria Fuller äußerte sich betroffen über den Tod ihrer beiden Beamten: "Niemand sollte sein Zuhause verlassen und nicht sicher zurückkehren – auch nicht Polizeibeamte, die im Dienst für ihre Gemeinden stehen und die Menschen in Cleveland schützen."
Was jetzt untersucht wird
Die Ermittlungen führt die unabhängige Polizeiaufsichtsbehörde. In Großbritannien ist das Standard, wenn Menschen im Zusammenhang mit einem Polizeieinsatz sterben.
Im Zentrum dürfte die Frage stehen, wie die Verfolgung ablief – und ob sie hätte abgebrochen werden müssen. Polizeiliche Verfolgungsfahrten gelten als hochriskant, entsprechend streng sind die Regeln, unter denen sie zulässig sind.
Zu den Insassen des verfolgten Fahrzeugs und zum Grund der Verfolgung machten die Behörden zunächst keine Angaben.