Tignale: Waldbrand am Gardasee – über 200 Menschen evakuiert
Tignale. Am Westufer des Gardasees kämpft die Feuerwehr gegen einen großen Waldbrand. Mehr als 200 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden, darunter zahlreiche Urlauber. Das Feuer wütet in den Bergen oberhalb der Gemeinde Tignale und breitete sich in der Nacht rasant aus.

Ferienanlage und Wohnhäuser geräumt
Der Brand war am Freitagabend im Bereich von Olzano oberhalb des Sees ausgebrochen. Er griff schnell um sich – begünstigt durch die extreme Hitze und starken Wind.
Mehrere Dutzend Urlauberinnen und Urlauber, die in einer Ferienanlage untergebracht waren, mussten vorsorglich das Gelände verlassen. Auch mehrere Ferienhäuser wurden geräumt.
Am Samstagvormittag waren die Einsatzkräfte weiterhin damit beschäftigt, das Feuer unter Kontrolle zu bringen – zunächst ohne Erfolg. "Derzeit konzentrieren sich die Arbeiten auf die Eindämmung der Feuerfronten und den Schutz einiger Wohnhäuser", hieß es von offizieller Seite.

Was Urlauber wissen sollten
Der Gardasee gehört zu den beliebtesten Reisezielen der Deutschen – gerade jetzt in der Ferienzeit sind viele Familien aus der Region dort unterwegs.
Wer eine Reise geplant hat oder vor Ort ist, sollte die Anweisungen der örtlichen Behörden befolgen und sich über lokale Medien auf dem Laufenden halten. Betroffen ist bislang ein begrenztes Gebiet am Westufer; der übrige See ist nicht betroffen.
Reisende haben bei Waldbränden unter Umständen Rechte gegenüber ihrem Veranstalter – etwa auf Umbuchung oder Erstattung, wenn die Unterkunft nicht nutzbar ist. Bei Pauschalreisen greift der Reiseveranstalter, bei individuell gebuchten Unterkünften hängt es vom Einzelfall ab.


Teil einer größeren Lage
Der Brand am Gardasee reiht sich in eine schwierige Saison ein. In Südeuropa kämpfen mehrere Länder seit Wochen mit Waldbränden – in Griechenland, Spanien und Frankreich mussten teils Tausende Menschen ihre Häuser verlassen.
Auch in Deutschland ist die Lage angespannt: Nach dem trockensten Juli seit Jahren gilt vielerorts erhöhte Waldbrandgefahr.