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Tote Studentin in Trier: Sonderkommission ermittelt

Nach dem Tod einer 29-jährigen Studentin ermittelt in Trier eine Sonderkommission. Die Frau wurde tot in ihrer Wohnung gefunden und sucht Zeugen.

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Ein Polizeiwagen steht auf einem historischen Platz in Münster, Deutschland, umgeben von Fußgängern und Fahrrädern.
Foto: Sergej ***** / Pexels

Trier. In Trier ermittelt eine Sonderkommission nach dem Tod einer jungen Frau. Eine 29-jährige Studentin der Universität Trier war am Sonntag tot in ihrer Wohnung in der Nordallee gefunden worden. Die Polizei geht von einem Tötungsdelikt aus. Einen Tatverdächtigen gibt es bislang nicht.

Vorausgegangen war eine Vermisstenmeldung: Die Mutter der Frau hatte sich am Sonntagmittag an die Polizei gewandt, weil sie seit Freitag keinen Kontakt mehr zu ihrer Tochter hatte. Weil erste Nachforschungen im Umfeld ohne Ergebnis blieben, öffneten Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst die Wohnungstür. Dort fanden sie die 29-Jährige nur noch leblos vor.

Bei der ersten Untersuchung stellten die Beamten Verletzungen fest, die den Verdacht eines Tötungsdelikts begründen. Ein Suizid wird nach Angaben der Polizei ausgeschlossen. Zur genauen Todesursache und zu den Hintergründen macht die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben. Eine Obduktion soll weitere Erkenntnisse bringen.

Die eingerichtete Sonderkommission sucht nun nach Zeugen. Wer im Bereich der Nordallee zwischen Freitagnachmittag und Sonntagmittag etwas Verdächtiges beobachtet hat, wird gebeten, sich bei der Kriminalpolizei Trier unter der Telefonnummer 0651 983-43900 zu melden.

Zweiter Todesfall an derselben Uni

Der Fall trifft die Universität Trier besonders schwer, weil er sich nur wenige Tage nach einem anderen Gewaltverbrechen ereignet. Am 15. Juli war ein 22-jähriger Student der Universität nahe dem Campus durch einen Messerangriff getötet worden. In diesem Fall wurde ein Tatverdächtiger festgenommen – ein 22-jähriger afghanischer Staatsangehöriger, der sich nach Erkenntnissen der Ermittler in einem psychischen Ausnahmezustand befunden haben soll und in einer geschlossenen Psychiatrie untergebracht wurde. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft kannten sich Täter und Opfer nicht; das Opfer gilt als Zufallsopfer.

Wichtig zur Einordnung: Einen Zusammenhang zwischen den beiden Todesfällen haben die Ermittler bislang nicht festgestellt. Nach dem aktuellen Stand gibt es keinen bekannten Bezug zwischen dem Messerangriff und dem Tod der Studentin; beide Fälle werden getrennt bearbeitet. Für den Tod der 29-Jährigen gibt es eine eigene Sonderkommission und keinen Tatverdächtigen.

Trauer in Trier

Universität und Stadt reagierten erschüttert. "Nur wenige Tage nach dem gewaltsamen Tod eines Studenten trifft dieses erneute Ereignis unsere Universitätsgemeinschaft mit voller Wucht", teilte die Universität Trier mit. Für Donnerstag ist eine Gedenkveranstaltung geplant, an mehreren Orten liegen Kondolenzbücher aus, Notfallseelsorger sind im Einsatz.

Auch die Stadt legt ein Kondolenzbuch aus. Oberbürgermeister Wolfram Leibe zeigte sich fassungslos: "Diese Taten treffen uns in Trier mit voller Wucht und erschüttern die ganze Stadt. Die Gewalt macht fassungslos, traurig und auch wütend."

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