Verdacht auf geplanten Aufstand: Großeinsatz in der JVA Siegburg
Siegburg. In der Justizvollzugsanstalt Siegburg hat es am Dienstagabend einen Großeinsatz der Polizei gegeben. Auslöser war der Hinweis eines Gefangenen, wonach Inhaftierte einen gewaltsamen Aufstand geplant haben sollen – bei dem auch Waffen zum Einsatz kommen sollten. Rund 100 Einsatzkräfte durchsuchten die Anstalt. Die Lage sei unter Kontrolle, teilte das nordrhein-westfälische Justizministerium mit.
Um die Sicherheit in der Anstalt vollständig zu gewährleisten und jede Gefährdung von Bediensteten und Gefangenen auszuschließen, hatte die Anstaltsleitung in enger Abstimmung mit der Landesjustizvollzugsdirektion und der Polizei umgehend reagiert. Die Beamten durchsuchten die JVA daraufhin systematisch. Gegen 22 Uhr war der Einsatz nach Angaben des Ministeriums beendet.
Verletzte gab es nicht, wie ein Ministeriumssprecher betonte. Ob bei der Durchsuchung verbotene Gegenstände sichergestellt wurden, werde noch ausgewertet.
Zu einem tatsächlichen Aufstand kam es damit nicht – im Kern handelte es sich um eine vorsorgliche Durchsuchung nach einem konkreten Hinweis. Die JVA Siegburg im Rhein-Sieg-Kreis ist eine der größeren Justizvollzugsanstalten in Nordrhein-Westfalen. Weitere Erkenntnisse zu Hintergründen und möglichen Beteiligten dürften die Ermittlungen der kommenden Tage bringen.