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Bitonto: Millionen-Lottoschein im Müll – Müllabfuhr rettet den Gewinn

Fast hätte eine Italienerin eine Million Euro in der Mülltonne entsorgt: Weil der Automat ihren Lottoschein als nicht auszahlbar anzeigte.

Nahaufnahme von Händen, die Lotto Max-Papiere im Auto halten, was Glück und Zufall symbolisiert.
Foto: Erik Mclean / Pexels

Bitonto. Eine Frau in Süditalien hat den größten Gewinn ihres Lebens beinahe in der Mülltonne entsorgt. Weil ein Automat ihren Lottoschein als "nicht auszahlbar" anzeigte, warf sie ihn weg – dabei war er eine Million Euro wert. Gerettet hat sie die Müllabfuhr.

Ein Missverständnis am Automaten

Die Frau aus der Gemeinde Bitonto in Apulien spielt seit Jahren dieselbe Zahlenkombination. Am Sonntag ging sie in die Lottofiliale um die Ecke, um zu prüfen, ob sie gewonnen hatte. Der Automat zeigte an, der Schein sei nicht auszahlbar.

Was sie nicht wusste: Kleine Annahmestellen dürfen in Italien nur kleine Gewinne auszahlen. Die Anzeige bedeutete also nicht, dass sie leer ausgegangen war – im Gegenteil. Sie ließ den Schein zurück, er landete im Müll.

Erst zu Hause fiel einem Familienmitglied auf, dass die Zahlen tatsächlich gestimmt hatten. Eine Million Euro, weggeworfen.

Ein Tag im Müllwagen

Die Frau wandte sich an das städtische Entsorgungsunternehmen SANB. Dessen Chef Roberto Nicola Toscano ließ tatsächlich den betreffenden Müllwagen durchsuchen.

Weil sich im Abfall auch gefährliche oder giftige Stoffe befinden konnten, musste eine Spezialfirma ran. Einen ganzen Tag lang durchkämmten Arbeiter den Inhalt des Wagens. Sie fanden mehrere Lottoscheine – und darunter den richtigen.

Der Schein sei "wie durch ein Wunder noch vollständig" gewesen, sagte Toscano der Nachrichtenagentur AFP. Als er der Frau die Nachricht telefonisch überbrachte, habe sie vor Glück geweint.

Die Suche war nicht umsonst

Ganz kostenlos war die Rettungsaktion allerdings nicht: Für das Unternehmen entstanden erhebliche Kosten. Toscano ließ sich deshalb vorab schriftlich zusichern, dass die Gewinnerin dafür aufkommt.

Angesichts einer Million Euro dürfte sich das verschmerzen lassen. Die Frau möchte anonym bleiben.

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