Wien: Täter nach Überfall auf Dorotheum-Filiale geflüchtet – Großeinsatz beendet
Wien. Nach einem bewaffneten Überfall auf eine Dorotheum-Filiale in Wien-Währing ist der Täter geflüchtet. Ein stundenlanger Großeinsatz mit Spezialkräften endete am Donnerstagabend ohne Festnahme: Bei der Durchsuchung des Gebäudes wurde niemand gefunden. Verletzt wurde nach Polizeiangaben niemand.
Der Ablauf
Kurz nach 15 Uhr wurde die Polizei zu dem Schmuckhändler und Auktionshaus in der Währinger Straße 134 gerufen. Eine Zeugin hatte angegeben, eine maskierte männliche Person mit einer mutmaßlichen Schusswaffe habe die Filiale betreten. Die vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter flüchteten daraufhin aus dem Geschäft.
Weil zunächst unklar war, ob sich der Bewaffnete noch im Gebäude aufhielt, sperrte die Polizei den Bereich großräumig ab. Auch angrenzende Geschäfte mussten vorübergehend geräumt werden. Im Einsatz waren neben zahlreichen Streifen das Landeskriminalamt, die Bereitschaftseinheit sowie die Spezialeinheiten WEGA und Cobra – dazu Diensthunde und ein Panzerwagen.
Am frühen Abend durchsuchte das Einsatzkommando Cobra das Gebäude. "Nach der Absicherung wurde das Gebäude durchsucht. Diese Durchsuchung verlief negativ", teilte die Wiener Polizei mit. Der Verdächtige war nicht mehr vor Ort.
Gegen 19 Uhr wurde der Einsatz beendet und die Sperren aufgehoben.
Keine Geiselnahme
In ersten Berichten war von einer möglichen Geiselnahme die Rede gewesen. Die Landespolizeidirektion stellte nach dem Einsatz ausdrücklich klar: "Zu keiner Zeit wurden Personen festgehalten."
Ermittlungen laufen
Das Landeskriminalamt Wien hat die Ermittlungen übernommen. Es ermittelt wegen des Verdachts des schweren Raubs gegen einen bislang unbekannten Täter. Zeugen wurden vernommen, Spuren am Tatort gesichert.
Zur Höhe der Beute machte die Polizei zunächst keine Angaben.