Nazca: Flugzeug mit Touristen abgestürzt – 13 Tote, offenbar auch Deutsche
Nazca. Bei einem Flugzeugabsturz im Süden Perus sind 13 Menschen ums Leben gekommen. An Bord der Maschine waren elf ausländische Touristen und zwei Besatzungsmitglieder, die einen Rundflug über die berühmten Nazca-Linien unternehmen wollten. Überlebende gibt es nicht. Nach Berichten peruanischer Medien sollen sich unter den Opfern auch zwei Deutsche befinden – offiziell bestätigt ist das bislang nicht.

Kurz nach dem Start abgestürzt
Die Maschine der peruanischen Fluggesellschaft Aerodiana war am Samstag vom Flughafen Pisco gestartet, rund 240 Kilometer südlich der Hauptstadt Lima. Wenige Minuten später brach der Funkkontakt zum Tower ab. Das Flugzeug stürzte gegen 13 Uhr Ortszeit nahe der Ortschaft Pueblo Viejo ab, etwa sechs Kilometer von der Stadt Nazca entfernt.
"Angesichts der Schwere des Unfalls gibt es keine Überlebenden", sagte Polizeimajor Jorge Andrade vor Ort. Die Maschine fing nach dem Aufprall Feuer; Rettungsversuche waren dadurch nach Angaben des Rundfunksenders RPP unmöglich. Feuerwehr und Polizei rückten an, um die Flammen zu löschen. Bilder in sozialen Netzwerken zeigten Einsatzkräfte an den qualmenden Trümmern.
Ursache noch unklar
Warum die Maschine abstürzte, ist bislang nicht bekannt. Die peruanische Zivilluftfahrtbehörde hat eine Untersuchung eingeleitet.
Auffällig ist ein Detail vom Vortag: Am Freitag waren Rundflüge über die Nazca-Linien vom nahegelegenen Flughafen María Reiche wegen starker Winde ausgesetzt worden. Böen von über 40 Kilometern pro Stunde hatten Staub aufgewirbelt und die Sicht beeinträchtigt. Ob das Wetter beim Absturz am Samstag eine Rolle spielte, ist offen.
Die Nazca-Linien
Die Scharrbilder in der Wüste gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe und zählen zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Perus. Die Nazca-Kultur legte sie zwischen etwa 500 vor und 500 nach Christus an, indem sie die dunkle Kieskruste vom helleren Untergrund abtrug. Die Motive zeigen Tiere wie Kolibri, Affe und Spinne, dazu Pflanzen und geometrische Formen. Ihre Bedeutung ist bis heute ungeklärt.
Weil die Figuren riesig sind, erschließen sie sich am besten aus der Luft. Vom Flughafen Pisco aus starten deshalb täglich zahlreiche Kleinflugzeuge mit überwiegend ausländischen Touristen.
Unglücke hat es dabei immer wieder gegeben: 2022 starben bei einem Absturz sieben Menschen, darunter zwei Chilenen und drei Niederländer. Auch 2008 und 2010 kamen bei Rundflügen Touristen ums Leben.