Sprengvorrichtungen an Umspannwerk in Brandenburg entdeckt
Turnow-Preilack. An einem Umspannwerk in Brandenburg sind nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa Sprengvorrichtungen gefunden worden. Die Anlage liegt unweit des Kraftwerks Jänschwalde. Entschärfer sind vor Ort. Nach Angaben der Polizei besteht keine Gefahr.
Was bekannt ist
Der Fund wurde im Umspannwerk Turnow-Preilack im Landkreis Spree-Neiße gemacht.
Die Polizei teilte mit, es sei eine mögliche Sachbeschädigung an einer Leitung festgestellt worden. Entschärfer seien im Einsatz, eine Gefahr für die Bevölkerung bestehe nicht.
Dass es sich um Sprengvorrichtungen handelt, berichtet die dpa unter Berufung auf eigene Informationen. Eine offizielle Bestätigung dieser Einordnung liegt bislang nicht vor.
Angaben zu möglichen Tätern oder einem Motiv gibt es nicht.
Warum der Ort bedeutsam ist
Turnow-Preilack liegt in unmittelbarer Nähe des Kraftwerks Jänschwalde – eines der größten Braunkohlekraftwerke Deutschlands.
Umspannwerke sind zentrale Knotenpunkte im Stromnetz. Sie wandeln die Spannung zwischen Höchst-, Hoch- und Mittelspannungsebene um. Fällt ein solches Werk aus, kann das weiträumige Folgen für die Versorgung haben.
Der Zusammenhang mit anderen Vorfällen
Der Fund reiht sich in eine Serie von Zwischenfällen an kritischer Infrastruktur ein, die die Sicherheitsbehörden seit Monaten beschäftigt.
Am Flughafen Leipzig/Halle wurde Anfang August eine Drohne mit Sprengstoff entdeckt; der Generalbundesanwalt ermittelt. Über der Bundeswehr-Anlage in Mechernich wurden mehrfach Drohnen gesichtet. Und im Juni warnten das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und der Verfassungsschutz gemeinsam davor, dass russische Akteure ungeschützte Anlagen im Energiesektor auskundschaften.
Ob es einen Zusammenhang gibt, ist offen. Zu den Ermittlungen in Brandenburg liegen keine Erkenntnisse vor.
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