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On Air Montag, 21. September 2026 --:--

Tanken bleibt teuer, Sozialabgaben steigen: Was jetzt aufs Portemonnaie zukommt

Der Spritpreis sinkt leicht, bleibt aber hoch. Und ab 2027 steigen für Gutverdiener die Abgaben für Kranken- und Rentenversicherung. Was auf Verbraucher zukommt.

Nahaufnahme eines Autos, das an einer Tankstelle betankt wird. Ideal für Themen zu Energie und Verkehr.
Foto: Dar ius / Pexels

Neuwied. Zwei Nachrichten vom Montag, die viele Haushalte direkt betreffen: Die Spritpreise sind zwar leicht gesunken, liegen aber weiter auf historisch hohem Niveau. Und wer gut verdient, muss ab dem kommenden Jahr mehr an Kranken- und Rentenversicherung abgeben.

Spritpreise: Leichte Entspannung auf hohem Niveau

Ein Liter Super E10 kostet im bundesweiten Durchschnitt derzeit 2,279 Euro, ein Liter Diesel 2,446 Euro. Das teilte der ADAC mit.

Seit dem Rekordstand vom vergangenen Mittwoch ist E10 damit um 3,5 Cent günstiger geworden, Diesel um 2,5 Cent.

Von Entwarnung kann trotzdem keine Rede sein. Gründe für das hohe Niveau sind weiterhin der Konflikt um den Iran und die Sanktionen gegen dessen Ölexporte. Für unsere Region kommt das Niedrigwasser des Rheins hinzu, das den Transport von Kraftstoffen per Schiff verteuert.

So tanken Sie günstiger

Abends tanken. Die Preise schwanken im Tagesverlauf teils deutlich. Am günstigsten ist es erfahrungsgemäß am Abend, am teuersten am frühen Morgen.

Preise vergleichen. Tankstellen müssen ihre Preise an die Markttransparenzstelle des Bundeskartellamts melden. Zahlreiche Apps zeigen die aktuellen Preise in der Umgebung – schon wenige Kilometer Unterschied können sich lohnen.

Nicht auf Vorrat volltanken, wenn gerade ein Hoch ist. Wer nicht muss, tankt nur so viel wie nötig und wartet auf einen günstigeren Moment.

Sozialabgaben: Mehr Abzüge für Gutverdiener

Die zweite Nachricht betrifft den Gehaltszettel – allerdings erst ab 2027.

Die Bundesregierung will die sogenannten Beitragsbemessungsgrenzen anheben. Sie legen fest, bis zu welchem Monatsgehalt Sozialbeiträge fällig werden. Für den Teil des Einkommens, der darüber liegt, werden keine Beiträge mehr abgezogen.

Derzeit – seit dem 1. Januar 2026 – liegen die Grenzen bei 5.812,50 Euro (Kranken- und Pflegeversicherung) und 8.450 Euro (Renten- und Arbeitslosenversicherung).

Für 2027 ist geplant:

Kranken- und Pflegeversicherung: Anhebung von derzeit 5.812,50 Euro auf 6.375 Euro im Monat.

Renten- und Arbeitslosenversicherung: Anhebung von derzeit 8.450 Euro auf 8.850 Euro im Monat.

Wen das betrifft

Wer gesetzlich krankenversichert ist und mehr als 5.812,50 Euro brutto im Monat verdient, zahlt ab 2027 mehr für die Krankenkasse. Wer mehr als 8.450 Euro brutto verdient, zahlt zusätzlich mehr in die Rentenversicherung.

Für Beschäftigte mit Einkommen darunter ändert sich durch die neuen Grenzen nichts.

Der Anstieg in der Krankenversicherung fällt dabei ungewöhnlich stark aus. Neben der jährlichen Anpassung an die Lohnentwicklung wirkt eine Sonderanhebung, die im Sommer beschlossen wurde, um die Finanzen der gesetzlichen Kassen zu stabilisieren.

Wie es weitergeht

Noch handelt es sich um einen Verordnungsentwurf. Die Anhebung folgt allerdings festen Regeln und ist kein politischer Ermessensspielraum. Das Bundeskabinett beschließt die neuen Werte üblicherweise im Herbst.

Wer knapp oberhalb der Grenzen verdient, sollte die Änderung in seiner Finanzplanung für 2027 berücksichtigen.

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