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Update: Aus Zug gestürzter Bahn-Sicherheitsmann außer Lebensgefahr

Der bei Ettlingen aus dem Zug gestürzte Bahn-Mitarbeiter ist außer Lebensgefahr. Gegen den abgelehnten Haftbefehl geht die Staatsanwaltschaft jetzt vor.

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Londoner Porträt
Foto: Gonzalo Mendiola / Pexels

Ettlingen. Gute Nachrichten im Fall des aus einem fahrenden Zug gestürzten Bahn-Mitarbeiters bei Ettlingen-Bruchhausen: Der schwer verletzte Sicherheitsmann ist inzwischen außer Lebensgefahr. Das teilte die Staatsanwaltschaft Karlsruhe am Montagvormittag mit. Der 26-Jährige war am Freitagabend während einer Auseinandersetzung mit einem Fahrgast durch die geöffnete Tür eines Regionalzuges gestürzt und lebensgefährlich verletzt worden.

Über den Vorfall haben wir bereits berichtet: https://neuwiedfm.de/news/bahn-sicherheitsmann-stuerzt-streit-fahrendem-zug und https://neuwiedfm.de/news/nach-sturz-fahrendem-zug-angreifer-wieder-frei-gericht-lehnt

Die Ermittlungen zum genauen Hergang laufen unterdessen weiter. Nach derzeitigem Stand hatte der Sicherheitsmann gemeinsam mit Fahrscheinprüfern einen 36-jährigen Fahrgast kontrolliert, der keinen gültigen Fahrschein besessen haben soll. Bei der Kontrolle soll der mutmaßlich alkoholisierte Mann zunächst die Mitarbeiter beleidigt und dann körperlich angegriffen haben. Im Verlauf des Gerangels stürzten beide zu Boden, die Zugtür öffnete sich aus bislang ungeklärter Ursache, und der 26-Jährige fiel etwa 900 Meter vor dem Bahnhof Ettlingen-Bruchhausen aus dem rund 120 Kilometer pro Stunde schnellen Zug.

Kein Haftbefehl – Staatsanwaltschaft prüft Beschwerde

Für Diskussionen sorgt weiterhin, dass der Beschuldigte auf freiem Fuß ist. Die Staatsanwaltschaft hatte einen Haftbefehl und Untersuchungshaft wegen Körperverletzung beantragt. Das Amtsgericht Karlsruhe lehnte den Haftbefehl jedoch ab, sodass der 36-Jährige wieder freigelassen wurde. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ist der Mann bereits vorbestraft, überwiegend wegen Gewaltdelikten, und befand sich zum Zeitpunkt des Vorfalls auf Bewährung.

Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe prüft nun eine Beschwerde gegen die Entscheidung des Amtsgerichts. Der beschlagnahmte Zug wird weiter untersucht; auch die Frage, warum sich die Tür während der Fahrt öffnen konnte, ist Teil der Ermittlungen. Zeugen werden befragt und mögliche Videoaufnahmen ausgewertet.

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