Bekannte Neuwiederinnen und Neuwieder
Vom Stadtgründer über Raiffeisen bis zur Königin von Rumänien.
Viele Menschen mit Verbindung zu Neuwied haben weit über die Stadt hinaus Spuren hinterlassen. Eine Auswahl, die wir nach und nach erweitern.
- Friedrich III. zu Wied1618–1698
Regierender Graf zu Wied, der als einer der ersten Landesherren im Reich auf religiöse Toleranz als Mittel der Bevölkerungspolitik setzte. Gründer der Stadt Neuwied 1653, starb in Neuwied.
Zum Porträt - Johann Friedrich Alexander zu Wied-Neuwied1706–1791
Graf und ab 1784 erster Fürst zu Wied, ein Vertreter des aufgeklärten Absolutismus. Enkel des Stadtgründers, holte die Herrnhuter nach Neuwied, ließ das Eisenwerk Rasselstein ausbauen und starb in Neuwied.
Zum Porträt - Abraham Roentgen1711–1793
Deutscher Kunsttischler und Gründer der berühmten Roentgen-Möbelmanufaktur. Kam 1750 mit den Herrnhutern nach Neuwied und baute dort seine Werkstatt auf.
Zum Porträt - David Roentgen1743–1807
Deutscher Kunsttischler, dessen Möbel an Fürstenhöfen in ganz Europa begehrt waren. Übernahm 1772 die väterliche Werkstatt in Neuwied und machte sie zur Manufaktur von Weltruf.
Zum Porträt - Peter Kinzing1745–1816
Deutscher Uhrmacher und Mechaniker, dessen kunstvolle Uhren an europäischen Höfen gefragt waren. Geboren in Neuwied, seine Uhren werden in der Stadtgeschichte neben den Roentgen-Möbeln genannt.
Zum Porträt - Maximilian Prinz zu Wied-Neuwied1782–1867
Forschungsreisender, Ethnologe und Naturforscher, der nach dem Vorbild Alexander von Humboldts Expeditionen nach Brasilien und Nordamerika unternahm. Geboren und gestorben in Neuwied.
Zum Porträt - Friedrich Wilhelm Raiffeisen1818–1888
Sozialreformer und Mitbegründer der genossenschaftlichen Bewegung in Deutschland. Ab 1852 Bürgermeister in Heddesdorf, gründete dort 1854 den Wohltätigkeitsverein und 1864 den Darlehenskassenverein, starb in Heddesdorf.
Zum Porträt - Elisabeth zu Wied (Carmen Sylva)1843–1916
Durch Heirat Königin von Rumänien, die als Schriftstellerin unter dem Pseudonym Carmen Sylva veröffentlichte. Geboren auf Schloss Monrepos bei Neuwied.
Zum Porträt - Ferdinand Hueppe1852–1938
Arzt, Hygieniker und von 1900 bis 1904 erster Präsident des Deutschen Fußball-Bundes. Geboren in Heddesdorf. Das nach ihm benannte städtische Stadion beschloss der Stadtrat im Dezember 2005 wegen seiner rassenhygienischen Schriften umzubenennen.
Zum Porträt - Friedrich von Ingenohl1857–1933
Admiral und Chef der Hochseeflotte der Kaiserlichen Marine zu Beginn des Ersten Weltkriegs. Geboren in Neuwied.
Zum Porträt - Wilhelm zu Wied1876–1945
Deutscher Prinz und preußischer Offizier, der 1914 sechs Monate lang als Fürst von Albanien regierte. Geboren in Neuwied als Angehöriger des Fürstenhauses Wied.
Zum Porträt - Robert Krups1887–1950
Parteiloser Kommunalpolitiker der Weimarer Republik. Als Bürgermeister Initiator des Neuwieder Hochwasserschutzdeichs von 1928 bis 1931, ihm ist eine Bronzestatue auf der Deichpromenade gewidmet.
Zum Porträt - Friedrich Wolf1888–1953
Arzt, Schriftsteller und Dramatiker, Vater des DDR-Spionagechefs Markus Wolf und des Regisseurs Konrad Wolf. Geboren in Neuwied.
Zum Porträt - Christian Ulmengeb. 1975
Deutscher Moderator, Schauspieler, Regisseur und Medienunternehmer. Geboren in Neuwied, aufgewachsen in Hamburg.
Zum Porträt - Anna-Lena Friedsamgeb. 1994
Deutsche Tennisspielerin. Geboren in Neuwied.
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Stand: 8. Oktober 2026.